Tag 108 – Wir lernen einen neuen Hafen kennen!

Heute geht es das erste Mal in diesem Jahr in einen „neuen“ Hafen: Prerow. Der Hafen wurde im Oktober 2024 eröffnet, der Betrieb für Segler begann also praktisch erst 2025. Er ersetzt den alten Nothafen in Darßer Ort. Hintergrund: Dieser lag in der Nationalpark-Kernzone und musste immer wieder für viel Geld freigebaggert werden.

Die Distanz von Warnemünde bis Stralsund beträgt etwa 12 Stunden – mit kleineren Booten kann es noch deutlich länger dauern. Der Nothafen durfte, sofern er gerade tief genug war, nur im Notfall angelaufen werden. Dort war auch eine Station der DGzRS. Aufgrund der hohen Baggerkosten und der Lage in der Nationalpark-Kernzone wurde schließlich vor Prerow ein neuer Hafen gebaut.

Er liegt auf offenem Wasser am Ende der neuen Seebrücke, die hierfür 760 m lang gebaut werden musste, damit der Hafen nicht wieder zusandet. Dort befindet sich nun ein Etappen- und Nothafen sowie die Station der DGzRS. Der Hafen teilt die Etappe nach Stralsund in zwei Abschnitte à ca. sechs Stunden.

Am Ende der Seebrücke erwarten einen einige nette Läden und Imbisse – bereits von der Seebrücke her riecht man das Frittierfett, leider nicht sehr schön. Die Natur dahinter überzeugt jedoch vollends: ganz anders als an vielen anderen Seebrücken gibt es hier Wald und den Prerower Strom.

Ein Spielplatz liegt direkt hinter dem Prerower Strom. Der Strand lädt zum Verweilen ein, ist sauber, das Wasser klar und flach abfallend.

Leider darf man im Hafen nur einen Tag bleiben. Morgen müssen wir früh aufbrechen, damit wir bei stark abnehmendem Wind segeln können und nicht die ganze Strecke motoren müssen.

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