Tag 43 – Von Berg nach Borensberg

LOGBUCH – ÜBERBLICK

Insgesamt haben wir 632 Seemeilen zurückgelegt.

Heute waren es:

  • Nur unter Motor: ca. 10,69sm bei Ø 2,82 Knoten
  • 9 Schleusen!

Zeit unterwegs: ca. 8 Stunden

WETTER & BEDINGUNGEN

  • Wind: 8 Knoten
  • Wellenhöhe: ca. 0-0,5m

Heute soll es weitergehen. Wir machen uns bereit, damit wir um Viertel vor 9 Uhr an der Schleuse sein können. Um 9 Uhr öffnen die Schleusen. Solche festen Zeiten sind mit Baby an Bord, welches manchmal keinen Aufschub bei der Erfüllung seiner Bedürfnisse, insbesondere beim Thema Schlaf, duldet, nicht leicht. Da heute endlich wieder gutes Wetter angesagt ist, werden wohl viele Boote aus dem Hafen weiterwollen. Wir wissen nicht recht, was uns dieses Mal erwartet, außer dass es vier Doppelschleusen sein werden. Das heißt einerseits, dass wir nicht sicher am Stück durchkommen (bei einer Treppe kann man keine Pause einlegen, weil z.B. ein Fahrgastschiff entgegenkommt) und es vermutlich nicht so anstrengend werden wird, andererseits können wir auch nicht den Buggy an Land stellen, wenn die Stimmung beim Mini Matrosen kippt, weil es ja immer nur zwei Schleusen am Stück sind, er also eigentlich durchhalten muss ohne mich. Ich versuche zu verhindern, ihn beim Schleusen in der Trage haben zu müssen.

Nach jeder Doppelschleuse werden wir von dem/der jeweiligen Schleusenwärter*in informiert, dass entweder ein Fahrgastschiff hinter uns passieren soll oder uns eine Gruppe von Schiffen entgegenkommt, und so legen wir als Schleusenkonvoi (mit uns drei deutsche Schiffe und ein Holz-Schärenkreuzer und zwei sehr chaotischen älteren Schweden an Bord) an den vorhandenen Holzstegen seitwärts an und können für ein paar Minuten Pause machen. Damit ist es sogar ziemlich das Gegenteil von der 7er-Schleusentreppe.

Nach 8 Stunden kommen wir in Borensberg an. Wir laufen noch zu einem Supermarkt und kommen auf dem Weg an einem Marineschiff vorbei, welches sich Paul und Kapitän Wirbelwind ansehen gehen.

Heute scheint durchgehend die Sonne, und wir setzen uns abends noch zum Grillen in die Plicht.

Auch die Princess Svanevit möchte weiter. Es gibt ein eigenes Schiff, welches ihren sehr hohen (meiner Meinung nach ein Stück zu hohen) Mast transportiert. Dieser soll planmäßig im Hafen von Motala an Bord gestellt werden, sodass sie dann auf den Seen wieder segeln kann.
Die Princess Svanevit darf als erstes fahren (wieso wissen wir nicht, es handelt sich ja nicht um Berufsschifffahrt), danach das Schiff, welches ihren Mast transportiert. Danach wir.
Kanal nach den Doppelschleusen
Aquädukt – leider nicht so schön oder aufregend wie gedacht
Die Schleuse vor Borensberg, hier werden sie noch per Hand betrieben, Mithilfe ist gern gesehen, das lassen wir uns nicht zweimal sagen!
An Bord eines Militär – Minenlegers a.D., welcher dauerhaft im Hafen von Borensberg liegt und kostenfrei besichtigt werden kann. Das ist was für Paul und Kapitän Wirbelwind!

3 Gedanken zu „Tag 43 – Von Berg nach Borensberg

  1. was für eine Schleuserei! nervt euch das nicht?

    unter einem Segelurlaub auf der Ostsee würde ich mir etwas anderes vorstellen, als tagelang in engen Kanälen eingesperrt zu sein.

    aber ihr scheint das ja locker zu nehmen….

    1. Das Schleusen gehört zum Götä Kanal. Wer den fahren bzw. auch erleben will, die Schönheit des Kanals, seiner Städtchen, seines Umfeldes, die Freundlichkeit und Herzlichkeit seiner Menschen genießen will, den wird das Schleusen gewiss nicht stören! Im Gegenteil: Es macht einen Teil seines Reizes aus!!!

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