Logbuch – Überblick
Insgesamt haben wir auf den ersten beiden Tagen 78,1 Seemeilen zurückgelegt.
- Unter Segel: ca. 59,0 sm bei Ø 5,3 Knoten
- Segel & Motor (motorsegelnd): ca. 18,8 sm bei Ø 5,8 Knoten
- Nur unter Motor: ca. 3,3 sm bei Ø 6,0 Knoten
Gesamte Zeit unterwegs: ca. 15 Stunden
Wetter & Bedingungen
- Wind: im Mittel 19 Knoten, zunehmend
- Wellenhöhe: ca. 2–2,5 m gegen Morgen
- Temperatur: kühl, regnerisch, keine Sonne
- Wetterereignisse: stärkerer Wind als prognostiziert
- Wellen: Änderung des Zielhafens aufgrund der Wellenlage
Logbuch – Nacht & Morgen
Der Wind nimmt kontinuierlich zu – ich messe im Mittel 19 Knoten. Hinter uns war laut Prognose noch mehr Wind vorhergesagt als in unserem Routenfenster. So werden die Wellen immer größer.
Gegen Mitternacht ist es sehr schaukelig auf dem Boot.
Morgens, als es so gegen 03:30 Uhr hell wird (Nautische Dämmerung), haben wir Wellen von ca. 2–2,5 m. Die gesamte Crew wird davon etwas überrascht. Daher wird der Plan „Utklippan“ aufgegeben und stattdessen Svaneke im Nordosten von Bornholmangepeilt.
Kapitän Wirbelwind entledigt sich dann morgens noch vor dem Frühstück seines Mageninhalts. Daher wird der Plan abermals geändert – und der erste erreichbare Hafen auf Bornholm angelaufen.

Land in Sicht – Bornholm
Nexø ist die erste Option, die wir dankbar ergreifen, und gegen halb 11 am Vormittag legen wir bei viel Wind und ohne Sonne an. Es handelt sich vor allem um einen Industriehafen ohne jeglichen Charme – in der Vorsaison scheinen wir die einzigen Gäste zu sein.
Crew-Momente & Tagesverlauf
Diese Nacht muss nun erstmal verdaut werden. Die 15 Stunden mit dem fehlenden Schlaf waren nicht ohne – gerade weil der Tag mit zwei Kindern, die zwar nicht super, aber einigermaßen ausreichend geschlafen haben, nun ja auch Kraft kostet. Wie diejenigen mit kleinen Kindern sicherlich wissen.
Nach dem Anlegen legt sich Paul erst einmal hin und schläft etwas. Den restlichen Tag verbringen wir im Schiff – es ist sehr windig, sehr grau, es regnet mehrfach, und draußen ist es einfach eklig.
In einer Regenpause laufen wir los – wir wollen zur anderen Seite des Hafens. Leider ist es so weitläufig, dass man allein für diese eine Strecke eine halbe Stunde pro Richtung brauchen soll. Das knicken wir dann schnell wieder. Keine Option nach dieser Nacht.
Planung & Ausblick
Am Abend wird das Wetter geprüft und das Boot für die weitere Überfahrt vorbereitet. Es soll morgen um kurz nach 05:00 Uhr losgehen.
Leider zwingt uns das Wetter zu dieser Option. Nach der letzten Nacht wäre Ausschlafen gar nicht so schlecht gewesen.
Wellenhöhe: ca. 2–2,5 m gegen Morgen
da wird mir schon beim Lesen speiübel!
ich wünsche euch noch eine schöne Zeit, mit weniger Wind.