Tag 56 – Spontan nach Töreboda

LOGBUCH – ÜBERBLICK

Insgesamt haben wir 706 Seemeilen zurückgelegt.

Heute waren es:

  • Nur unter Motor: ca. 6,98 sm bei Ø 4,1 Knoten

Zeit unterwegs: ca. 1,7 Stunden

Wir verlassen morgens den Holzsteg und machen uns auf Richtung Töreboda. Wir wissen noch nicht, wo wir heute anhalten werden, sondern fahren erstmal los.

Wir kommen nach Töreboda und es gefällt uns gar nicht, es ist sehr industriell hier. Wir fahren weiter und kommen in eine schönere Gegen des Städtchens, sehen Spielplatz, Parkgolf und Eisladen und halten spontan an. Hier wollen wir die nächste Nacht verbringen – zudem gibt es einen Coop-Supermarkt direkt um die Ecke.

Heute ist es mit 23 Grad C sommerlich warm und wir essen mit leckeren Sommerrollen, für die ich im Supermarkt noch schnell Mango kaufen gehe, ein tolles Gericht für warme Tage – Kapitän Wirbelwind ist auch sehr angetan.

Den Nachmittag verbringen wir dann ganz entspannt bei Parkgolf, Eisessen und Spielplatz – und kosten alles aus, was uns vom Wasser aus schon von diesem Liegeplatz überzeugt hatte!

An diesem Naturarm haben wir übernachtet, leider gab es kein Brennholz am Grillplatz
Beim Genauerhinsehen sieht man die Schaukel über de Wasser
Brückenöffnung

Tag 55 – Das erste Bergfest, der höchste Punkt zwischen beiden Küsten (und ab jetzt geht es bergab, heute aber nur ein bisschen)

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Insgesamt haben wir 699 Seemeilen zurückgelegt.

Heute waren es:

  • Nur unter Motor: ca. 13,42 sm bei Ø 4,50 Knoten

Zeit unterwegs: ca. 2,98 Stunden

Heute Vormittag besuchen wir Forsviks Bruk, welches wir gestern bereits entdeckt hatten und den Besuch für mehr Zeit auf den heutigen Vormittag gelegt hatten.

Das Internet weiß Folgendes zu: Forsviks Bruk ist ein historisches Industriegebiet in Forsvik, einem kleinen Ort in der Gemeinde Karlsborg in Västergötland, Schweden. Es handelt sich um eines der ältesten industriellen Zentren des Landes mit Wurzeln bis ins 13. Jahrhundert. Heute ist es ein industrielles Freilichtmuseum und ein bedeutendes Kulturdenkmal.

Wichtige Informationen zu Forsviks Bruk:

Historie: Bereits im Mittelalter wurden hier Mühlen und Schmieden betrieben, und ab dem 17. Jahrhundert entwickelte sich Forsviks Bruk zu einem wichtigen Zentrum für Eisenverarbeitung, Maschinenbau und Schiffbau.

Industrie: Hier wurden u.a. Maschinen, Getriebe, Sägewerke und sogar Schiffe gebaut – besonders im 19. Jahrhundert hatte Forsvik eine große wirtschaftliche Bedeutung.

Kanalnähe: Forsvik liegt am Göta-Kanal, was den Transport und Handel stark erleichterte.

Heutige Nutzung: Heute ist das Gebiet ein Teil des Kulturerbes Västra Götaland. Man kann dort historische Werkstätten, Ausstellungen, Maschinen und Anlagen besichtigen. Es finden auch kulturelle Veranstaltungen, Führungen und Handwerksvorführungen statt.

Sehenswürdigkeiten vor Ort:

• Alte Gießerei, Maschinenwerkstatt, Schiffswerft

• Restaurierte Industriegebäude

Kulturzentrum mit Führungen und Ausstellungen

• Nähe zur ältesten Schleuse des Göta-Kanals (erbaut 1813)

Forsviks Bruk zeigt eindrucksvoll die Entwicklung der Industrialisierung in Schweden und ist ein lohnendes Ziel für alle, die sich für Geschichte, Technik oder Kultur interessieren.

Dieser Ort gefällt uns sehr gut, besonders Eindruck auf Kapitän Wirbelwind macht die Wassermühle auf dem Außengelände.

Auf dem Rückweg sprechen wir mit dem Shcleusenwärter, er meint, wir könnten noch eine knappe Stunde zur Einfahrt der Schleuse kommen mit dem Schiff, danach erwarten sie erstmal ein Passagierschiff und es gäbe eine Pause für Sportboote. Daher machen wir nur einen kurzen Abstecher auf den komplett neu gebauten Spielplatz und fahren dann los.

Heute gehts noch bis zu einem Naturarm des Göta Kanals, in dem man an einem Holzsteg festmachen kann, in der Nähe des Denkmals (siehe Foto) – hinlaufen trauen wir uns nicht, das Gras wächst ungefähr hüfthoch und wir scheuen Zecken und Co.

Heute haben wir mit der Schleuse Forsvik den höchsten Punkt der Reise erreicht mit 91,8 m- man beachte, dass wir mit dem Start in Mem bei 0 Metern (Meeresspiegel!) lagen.

Zu diesem Bergfest backen wir einen Spagetti-Erdbeer-Kuchen, an wir wir mit drei 2,5 Personen 3 Tage lang zu essen haben.

Sehr alte Bootsmotoren
Eine wirklich abenteuerliche Schleuse; die Schleuse wurde aus dem Stein gehauen. Die Wände sind extrem ungleichmäßig. Wir mussten echt aufpassen, das die Fender nicht in Steinlöchern verschwinden.
Unfassbar schön, aber auch extrem schmal, weil auch aus dem Stein gehauen.
Einfahrt in den See Viken
Begegnung mit der Juno
Denkmal für die Erbauung des Göta Kanals

Tag 54 – Rein in den Kanal nach Forsvik

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Insgesamt haben wir 686 Seemeilen zurückgelegt.

Heute waren es:

  • Nur unter Motor: ca. 3,7 sm bei Ø 4,25 Knoten

Zeit unterwegs: ca. 0,87 Stunden

Vormittags gehen wir zum Spielplatz und zum Minigolf (diesmal das in Deutschland bekannte Bahnengolf) spielen. Gegen Mittag legen wir ab und fahren die kurze Strecke rein in den Kanal nach Forsvik. Diese Station wurde uns durch die Familie von der Küste mit den zwei Jungs empfohlen, die den Kanal letztes Jahr durchfahren haben. Hier bekommen wir den letzten Hafenplatz, bisher hatten wir tatsächlich noch keine Probleme mit der Hafenfülle, es wurde uns aber schon berichtet, dass viele Häfen gut gefüllt bis voll sind. Man spürt, dass die Hauptsaisonzeit des Kanals läuft.

Wir sehen, dass die andere Familie ebenfalls ankommt, aber nicht direkt anlegen kann, weil sie keinen Platz findet. Wir erhalten die Info, dass sie dann weiterfahren würden.

Schade, das war anders geplant. Nach einiger Zeit warten beschließen wir, zur Forsvik Bruk zu kaufen, keine 10 min vom Hafen entfernt. Hier laufen auch kleine Gleise vom Hafen bis zum Industriegelände und die beiden großen Männer sind fleißig dabei, die Weichen umzustellen und haben großen Spaß daran. Der Eisenbahnschuppen steht offen und so schauen wir uns um und sind etwas traurig, mit solch einer Bahn nicht fahren zu können, zumal noch Fahrtpreise dranstehen Vermutlich veraltet.

Wir laufen weiter und plötzlich rennt Paul zurück und stellt die Weiche zurück, wir wissen zunächst nicht, wieso. Wir biegen um die Kurve und sehen tatsächlich eine kleine Bahn, bisher halb gefüllt, der Dieselmotor läuft. Wir fragen den Zugführer, ob es möglich wäre, mitzufahren, und er stimmt direkt zu – er fährt exklusiv für eine Touristengruppe und sollte noch Platz sein, können wir gern mitfahren. Natürlich haben wir mal wieder unser Bargeld vergessen – aber er winkt ab, nicht nötig. Wir freuen uns und fahren mit ihm Richtung Hafen und wieder zurück. Kapitän Wirbelwind darf sogar auf der Rückfahrt die Weiche Richtung Lokschuppen umlegen. Da strahlt das Kinderherz!

Wir schauen uns etwas um und laufen dann zur Schleuse, das Forsvik Bruk planen wir uns morgen anzusehen. Die Schleuse Forsvik wird morgen der höchste Punkt unserer Reise sein und die letzte Schleuse, bei der wir nach oben schleusen. Wir versuchen uns einen Eindruck zu machen, was beim Runterschleusen zu beachten ist.

Minigolf Karlsborg
Hafeneinfahrt Forsvik
Lokschuppen Forsvik

Tag 53 – Nach Karlsborg – wir verlassen den wunderschönen Vätternsee =/

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Insgesamt haben wir 682 Seemeilen zurückgelegt.

Heute waren es:

  • Nur unter Motor: ca. 7,32 sm bei Ø 4,66 Knoten
  • Nur unter Segeln: ca. 1,07 sm bei Ø 2,18 Knoten

Zeit unterwegs: ca. 2,06 Stunden

Vormittags gehen die zwei großen Männer mit den anderen durch den Wald spazieren. Dafür müssen sie erstmal eine Felswand hochklettern. 

Am späten Vormittag legen wir ab und verabreden uns für den folgenden Tag in Forsvik, einem kleinem Hafen, der uns von der Familie zu Beginn mit den zwei Jungs empfohlen wurde.

Wir fahren heute nach Karlsborg, einer Kleinstadt am Vätternsee, wo alle durch müssen, die durch den Götakanal weiterfahren wollen. 

Zu Beginn versuchen wir noch zu segeln, dann wären wir aber sehr langsam und wir möchten heute noch durch die geöffnete Brücke und dann  noch zur Festung Karlsborg. Diese ist heute eher eine Militäranlage.

Dazu erstellt Chat GPT folgenden Text:

Die Festung Karlsborg ist eine historische Militärfestung in Schweden, die sich am Westufer des Vätternsees in der Provinz Västra Götalands län befindet. Sie wurde im 19. Jahrhundert erbaut und ist eines der größten Bauprojekte der schwedischen Militärgeschichte.


🏰 Kurze Geschichte der Festung Karlsborg

  • Bauzeit: 1819–1909 (fast 90 Jahre Bauzeit!)
  • Idee: Die Festung war Teil der schwedischen Verteidigungsstrategie nach den Napoleonischen Kriegen. Schweden hatte große territoriale Verluste erlitten und wollte das Land künftig besser schützen.
  • „Reservehauptstadt“: Karlsborg war als sicherer Rückzugsort für König, Regierung und Goldreserven im Kriegsfall geplant – also quasi als Ersatz-Hauptstadt im Notfall.
  • Lagevorteil: Ihre zentrale Lage in Schweden, nahe dem Götakanal, machte sie strategisch wertvoll und schwer zugänglich für Feinde.

(…)

🔧 Militärische Nutzung

  • Wurde nie in einem Krieg aktiv eingesetzt.
  • Diente später als Ausbildungsort für verschiedene militärische Einheiten (u.a. Fallschirmjäger, Signaltruppen).
  • Heute noch teilweise militärisch genutzt, aber auch für die Öffentlichkeit zugänglich.

(…)

Wir laufen eine halbe Stunde zur Festung und stellen dann fest, dass das Museum inhaltlich nicht für Familien und Kinder geeignet zu sein scheint. Kapitän Wirbelwind hatte auf eine Ritterburg gehofft – ein Glück hatten wir zuvor gelesen, dass man hier eine Art Schatzsuche auf eigene Faust durchführen kann – wie wunderbar! Wir kaufen am Schalter für die Führungen durch die Festung eine Schatzkarte und müssen nun 7 Schatztruhen finden und die dort enthaltenen Rätsel lösen. Wir sammeln damit Zahlen, Buchstaben und Wörter, die am Ende zu einem Code für eine Schatztruhe zusammengesetzt werden müssen. Wir haben viel Spaß – und können die Schatztruhe tatsächlich öffnen. Dort drin enthalten ist ein Säckchen mit 3 „Goldtalern“, wovon zwei gegen ein Eis an dem Ticketkiosk eigelöst werden können. Ein perfekter Abschluss!

Am Abend haben wir 17.000 Schritte auf der „Uhr“… und qualmen ordentlich die Socken!

Dieses Häuschen kann als Sauna gemietet werden – 3 h kosten 1300 SEK. (Stand 11.Juli ca. 116 EUR, es passen aber auch einige Leute rein)
Hängematten und ein Bücherschrank mit schwedischen Kinderbüchern, dank Google Translate kein Problem, Paul liest mehrere Bücher vor =)
Eingang zur Festung
Eingang zum Museum, wo wir dann nicht reingehen
Die Schatzkarte
Auch in einer düsteren Kammer musste ein Rätsel gelöst werden!

Tag 52 – Wunderschöner Liegeplatz und Strandtag „auf Schwedisch“

Heute wird wunderbares sonniges Wetter bei ca. 22 Grad C! Wir wollen einfach mal loslaufen und machen einen kleinen Spaziergang durch den Wald. Wir sehen kleine Bäche und hören mal rauschendes, mal plätscherndes Wasser, bis wir an dem Strand rauskommen, wo meine zwei großen Männer gestern mit dem Schlauchboot schon waren.

Wir beschließen spontan, einfach hier zu bleiben. Die beiden laufen rasch zum Boot zurück und holen das Nötigste: Strandmuschel (sehr sonnig hier), Buddelzeug, Babyspielzeug, Badekleidung etc.

Wir genießen ein paar Stunden am Strand und Kapitän Wirbelwind spielt mit den zwei anderen deutschen Kids. Hier läuft der plätschernde Bach von vorhin neben dem Stand in den See, was einen super Staudamm hergibt! =) Paul ist direkt mit dabei beim Bau !

Nachmittags grillen wir am Natursteg mit der deutschen Familie. Danach schauen wir gegenseitig unsere Schiffe an und die beiden Männer gehen zum Spielen zu ihnen rüber.

Perfekt zum Spielen und Staudammbauen!
Auch hier, mitten im Nirgendwo, eine Lagerfeuerstelle! Etwas Holz befindet sich hinten in dem Häuschen.
Käschern. Er ist etwas enttäuscht, wieso nicht ein Fisch freiwillig in seinen Käscher schwimmt, so direkt am Strand 😉
Da kommen sie mit allem, was wir brauchen.
Abends backen wir dann endlich mal unser Vollkornbrot mit Möhre mit dem Omina-Ofen. Vorher hatten wir nie genügen Stauraum in unserem Kühlschrank für diese große Ofenform (muss über Nacht im Kühlschrank stehen und dann gebacken werden – nach 24 h).

Tag 51 – Auf zur nächsten Schäre!

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Insgesamt haben wir 674 Seemeilen zurückgelegt.

Heute waren es:

  • Nur unter Motor: ca. 7,56 sm bei Ø 4,36 Knoten

Zeit unterwegs: ca. 1,73 Stunden

Heute Vormittag ist es noch regnerisch, wir nutzen die Zeit, keine Ablenkung zu haben. Wir räumen einmal die komplette Küche aus, wischen alles aus und sortieren alles so um, dass wir alles besser finden. Wir spielen dabei „Küchenflohmarkt“ zur Freude von Kapitän Wirbelwind, der uns jegliches Geschirr und Vorräte zu günstigen Preisen verschachert =)

Paul und er fahren nach Ende des Regens einmal zur Landseite rüber und sammeln Heidenbeeren, und gehen nach ihrer Rückkehr dann im See baden, aber es ist wohl sehr kalt! (Ca. 15 Grad)

Gegen 16 Uhr kommen wir schließlich los und fahren unter Motor zur nächsten Bucht nach Djäknasundet. Hier kommen wir nach einer guten Stunde an und finden einen recht gut gefüllten Natursteg vor (alles Schweden, wir sind mal wieder die einzigen Deutschen).

Paul und Kapitän Wirbelwind fahren mit dem Schlauchboot einmal um eine Felsecke herum an einen Strand. Dort treffen sie – mal wieder – deutsche Auswanderer. Hier an diesem wunderschönen Fleckchen Erde! Sie haben sich hier in der Nähe, in der Nähe von Karlsborg, ein Haus gekauft, für 130.000 EUR.Das Grundstück sei so groß, dass ihre zwei Kinder dort später einmal auch einmal bauen könnten. Da kann Paul nur staunen!

Am Abend meldet sich eine Familie bei Paul per SMS, die die beiden am Abend vor unserer Abreise in Kalmar getroffen hatten. Sie sind ebenfalls mit zwei Kids, einmal 5 und einmal 6 Jahre alt, ein Mädchen und ein Junge, unterwegs von den Niederlanden nach Schweden, ebenfalls durch den Götakanal in die gleiche Richtung. Sie leben in NRW und für sie sind die Niederlande die nächstgelegene Option fürs Segeln und den Liegeplatz. Sie haben auf dem AIS gesehen, dass wir in dieser Bucht liegen und sind auf dem Weg dorthin. Sie legen sich neben uns an den Steg – in den wirklich letzten Platz- am Abend kommen noch weitere Segelboote, die unverrichteter Dinge wieder wegfahren.

Die gesammelten Heidelbeeren

Tag 50 – Weiter geht’s, auf zur Westseite des Vättern zum Ankern

LOGBUCH – ÜBERBLICK

Insgesamt haben wir 666 Seemeilen zurückgelegt.

Heute waren es:

  • Nur unter Motor: ca. 16,26 sm bei Ø 4,59 Knoten

Zeit unterwegs: ca. 3,54 Stunden

Heute früh soll es weitergehen, wir waren schon ziemlich lange hier in dieser schönen Stadt! Julia geht mit dem Mini Matrosen zum Supermarkt, um Brot fürs Frühstück zu kaufen und wir sind 1 h vorher abfahrbereit, als wir spätestens sein wollten! Wie schön, das passiert auch nicht allzu oft (tatsächlich das erste Mal seit Beginn der Reise 😉

Wir fahren zunächst zu einem gegenüber liegenden Steg, um Diesel und Wasser zu tanken.Der Diesel ist hier relativ günstig, 170 SEK je Liter – in Norsholm sollte der Liter noch 200 SEK kosten. Das macht sich bei 150 Liter Fassungsvermögen im Zweifel schon bemerkbar.

Wir überqueren den Vätternsee und fahren auf die Westseite zur Bucht Lille Röknen. Leider regnet es ab dem frühen Nachmittag durchgängig und so bleiben wir an Bord und spielen.

Tag 49 – Nochmal Ritterfest!

Heute ist Sonntag und wir gehen morgens zum Supermarkt, denn hier haben die Supermärkte jeden Tag geöffnet, aber heute ist er ziemlich leer und die Frischetheken haben zu.

Immerhin ist heute das Wetter besser, es regnet nur teilweise und ist ansonsten wolkig.

Julia geht währenddessen mit dem Mini Matrosen in die Stadt und schlendert etwas durch die Stadt. Sie staunt mal wieder, wie viele Menschen in den Lokalen sitzen und essen und trinken. Ein Gericht geht meist nicht unter 17/18 EUR los, aber immerhin gibt’s eigentlich immer Wasser kostenfrei dazu.

Bogen schießen
Mit einem Schwert oder einer Axt gemeinsam eine Kartoffel zerteilen – oder wenigstens anritzen =)
Gravierung von Runen-Zeichen auf einem Lederarmband
Neuer Versuch, diesmal mit Schwert anstatt Lanze, klappt besser, ist besser zu handle’n!

Tag 48 – Ritterfestspiele in Vadstena

Die Wetterprognose für den Tag: Regen, Regen und nochmal Regen. Und genauso kommt es auch.
Da für morgen zwar besseres Wetter, aber bereits ab dem Vormittag Gewitter angesagt sind, beschließen wir, doch lieber heute zum Ritterfest zu gehen. Lieber bei schlechtem Wetter als morgen, wenn es womöglich ganz ins Wasser fällt.

Wegen des Regens fand die erste Veranstaltung im großen Saal statt: eine Tanzvorführung:

Anschließend fand im Schlosshof eine Rittervorführung statt. Dabei wurde ein Ritterturnier zwischen zwei berittenen Rittern nachgespielt. Die beiden mussten in verschiedenen Disziplinen gegeneinander antreten – zum Beispiel Ringe mit der Lanze aufspießen oder mit einer Feuerlanze einen mit Gas gefüllten Ballon zum Platzen bringen.

Als Höhepunkt ritten sie schließlich in voller Rüstung mit gesenkten Lanzen aufeinander zu und lieferten sich ein echtes Tjost-Duell. Zwischendurch gab es immer wieder spannende Schwertkämpfe zwischen Rittern zu Fuß.

Kapitän Wirbelwind war hellauf begeistert!

Anschließend haben wir den „Markt“ unsicher gemacht.

Kapitän Wirbelwind wurde von einem Drachen gefangen genommen.
Kapitän Wirbelwind durfte sich ebenfalls im Reiten mit Lanze ausprobieren =)
Kapitän Wirbelwind hat mit mir zusammen das erste Mal mit Pfeil und Bogen geschossen

Es war ein super Tag, auch wenn das Wetter hätte besser sein können. Aber wir haben das Beste daraus gemacht und hatten einen tollen Tag!

Tag 47 – Schlauchbootfahren im Burggraben und Minigolf

Heute wollen Paul und Kapitän Wirbelwind noch das Wetter nutzen, um mit dem Schlauchboot durch den Burggraben zu düsen – wann hat man mal solche Möglichkeit? Am Wochenende soll es sehr viel regnen (passend zum stattfindenden Ritterfest =/ ) und so bieten sich heute noch geplante Aktivitäten „outdoor“ an.

DIe Mittagsruhe verbringe ich mit dem Mini Matrosen nicht an Bord, weil es mit dem Einschlafen einfach nicht klappen will, daher schnappe ich mir den Buggy, während sich die anderen beiden erfolgreich hinlegen. Ich mache einen schönen Spaziergang und der Kleine schläft im Buggy ein. Dabei schaue ich mir ein wenig die Innenstadt an, die immer voller Menschen ist, und die Lokale sind immer voller Gäste – trotz der Preise für Speisen und Getränke.

Wenn doch das Wetter am Wochenende so regnerisch werden soll, wäre ja heute nochmal eine gute Gelegenheit, um sich ein Eis an einer Eisdiele zu holen, und so machen wir uns später alle vier gemeinsam auf, um uns ein Eis zu holen und dann auf Wunsch eines einzelnen Herren (der ganz Große ist natürlich auch direkt dabei, weil beide diese Leidenschaft mittlerweile teilen, Minigolf spielen zu gehen.

Die Mingolfbahn ist brauchbar (eigentlich ist es eher Parkgolf, ohne die klassischen Bahnen, die man auch aus Deutschland kennt), aber nicht sehr gepflegt. Und die beiden Eisdielen in Vadstena produzieren leider ihr Eis nicht selbst, sondern lassen sich einmal von SIA Glass (sieht man sehr häufig, nicht so dolle) und einmal von KLING Glass (sieht man seltener, kommt aus Mariestad am Vänernsee, also hier aus der Region) beliefern. Letzteres hatte gewisse Erwartungen geweckt aufgrund der Regionalität, die man ja meist mit Qualität gleichsetzt, es war aber so ziemlich eins der schlechtesten Eis, die wir je gegessen haben. Da sind wir in Deutschland mit unseren italienischen Eisdielen wirklich verwöhnt. Das wäre eine super Geschäftsidee für Auswanderer, die Schweden würden ihnen wahrscheinlich die Türen einrennen (dazu muss gesagt werden, dass die Eisdielen mit dem nicht leckeren industriellen Eis ebenfalls häufig sehr voll sind!).