Tag 94 – Ein Tag in Grömitz (20.08.)

Dieser Tag ist merkwürdig.

Paul geht für seine Morgentoilette wie jeden Morgen zum Hafengebäude- diesen Morgen jedoch kommen ihm auf dem Weg zwei Menschen entgegengerannt und er merkt, irgendetwas stimmt nicht, also er hinterher. Es stellt sich heraus, dass ein paar Schiffe neben uns ein 63-jähriger Mann ebenfalls auf dem Weg zum Sanitärgebäude war und beim Rübersteigen über den Bug (leider hatten sie keine Leiter wie wir) ausgerutscht oder danebengetreten ist und mit dem Kopf entweder auf den Anker oder den Steg geknallt ist. Als Paul dazukommt, ist er bewusstlos, hat einen blauen Kopf und einige andere versuchen gerade, ihn aus dem Wasser auf den Steg zu ziehen.
Es kommen: DLRG, DGzRS (hat zwei Stege weiter ein großes Schiff und ihr Tochterschiff, letzteres rückt aus), Feuerwehr/ Rettungswagen und Polizei.

Es gelingt und wir versorgen dann die Leute von der DLRG noch mit frischen trockenen Handtüchern, die ja ins Wasser gesprungen sind.

Paul erzählt mir alles (so gut es eben geht wenn große Kinderohren zuhören) und wir sind danach, sei es beim Frühstück oder beim gemeinsamen Spaziergang zur Seebrücke, mit unseren Gedanken bei dem armen Segler und es herrscht lange eine sehr gedrückte Stimmung, aber die frische Luft hilft etwas. Der Segelfreund, der mit an Bord war, erfährt lange nicht, wie es seinem Freund geht, er ist ja kein naher Angehöriger. Der Rettungsdienst teilt den Helfern nur mit, dass es eine ernste Verletzung sei. Paul fürchtet, dass der Weg zum Krankenhaus nicht einmal für ihn sicher sein könnte, diesen zu überleben.

Selbstgemachte Pizza an Bord

Tag 93 – Ankunft in Grömitz (19.08.)


Insgesamt haben wir 1.072,06 Seemeilen zurückgelegt.

Heute waren es:

  • Nur unter Segel: ca. 20,01 sm bei Ø 4,85 Knoten
  • Nur unter Motor: ca. 3,22 sm bei Ø 3,39 Knoten
  • Unter Segel und Motor: ca. 2,3 sm bei Ø 5,47 Knoten

Zeit unterwegs: ca. 5,5 Stunden

Bei der Ausfahrt aus dem Hafen gegen 10:15 sehen wir seitlich der Betonnung ein Motorboot, welches sich anscheinend festgefahren hat (wir können nicht rausschleppen weil wir a) einen nicht ausreichend starken Motor haben und b) der andere Bootsfahrer keine ausreichend lange Leine bei sich führt). Wir halten an und bieten an, Bremen Rescue anzurufen, sodass die DGzRS zur Hilfe kommen kann. Die Bootseigner wirken überfordert und kennen diese Option nicht, ein Funkgerät hätten sie nicht an Bord. Der Mann sitzt im Neoprenanzug auf dem Schlauchboot und versucht bereits, hiermit etwas auszurichten. Durch die dünne Fahrrinne fahren mehrere Segelboote vorbei, wir ernten ein paar schräge Blicke, weil wir ja den Durchweg schmaler machen. Ein älterer Segler ruft Paul dann zu, nachdem dieser ihm kurz erklärt, weshalb wir hier so ungünstig liegen, tja dann müsse dieser Motorbootfahrer halt dort ein paar Stunden liegen bleiben, dann habe er halt Pech gehabt. Niemand hält an und fragt ob er behilflich sein könne. Ohne Worte. Paul ruft nur zurück, wenn er denn mal Hilfe bräuchte, wäre er ja vielleicht auch froh, wenn nicht alle vorbeifahren.

Die Überfahrt von Heiligenhafen nach Grömitz verläuft dann sehr sehr entspannt, der Wind pustet uns von Achtern in das Seebad Grömitz, welches die vielleicht längste Promenade und Sandstrand hat, die und den wir je gesehen haben.

Nach der Ankunft gehen wir nur noch kurz zum Hafenmeister und zum hafennahen Spielplatz. Mehr passiert heute nicht mehr.

Tag 92 – Hafentag 4 in Heiligenhafen (18.08.)

Heute passt endlich das Wetter und wir gehen vormittags an den Strand- an den Abschnitt, der am Hafen liegt und nicht an der Seebrücke. Wir sind direkt um kurz vor 10 Uhr da und außer uns sind vielleicht noch 3 Leute da. Interessanterweise, obwohl alles leer ist und die volle Wahlfreiheit bezüglich eines Platzes besteht, baut tatsächlich jemand seine Strandmuschel etc. 3 m hinter uns auf. Ich tippe mal, weil er mit seiner Partnerin gestern schon an diesem Platz lagen? Wir sind echt wieder zurück in Deutschland… oh Mann! Dafür kann ich aus der näheren Entfernung beobachten, was er für verschiedene Matten dort hineinlegt, wo der Sand hindurchfallen kann und ihre Liegen/Matratzen bewundern, die man trotz fehlendem Gestell anklappen kann für eine halbliegende Nutzung. Also ich fühle mich gut unterhalten! Wir genießen die Zeit am Strand bei dem gutem Wetter sehr und hauen gegen halb 12 dann ab, als die anderen Strandbesucher ihre Handtücher beginnen auszubreiten.

Nach der Mittagsruhe stehen mal wieder Wäschewaschen (hier nur noch per Miele-App möglich🙄) und ein paar letzte Dinge einkaufen auf dem Programm- morgen soll es ja weitergehen.

Auf dem Rückweg setzen wir uns am Hafen in ein portugiesisches Bistro und es gibt für Kapitän Wirbelwind Backfischbrötchen- und er isst das komplette Teil (für den Schnapperpreis von 9 Euro) komplett auf. Derweil frage ich mich, ob dieses Kind tatsächlich von mir stammt (in Bezug auf meine Fischaversion).

Vormittags am Strand
Yammi
Au wei, wie groß bist du nur schon geworden ????!?! 😱

Tag 91 – Hafentag 3 in Heiligenhafen (17.08.)

Ich hatte bei Maps gelesen, dass der NABU auf Graswarder im Sommer zweimal täglich Führungen und Vogelbeobachtungen anbietet. Wir waren nun schon so häufig in Heiligenhafen und auf Graswarder, dass wir gern etwas erfahren möchten über die Flora und Fauna hier.
Die Führung geht ganze 2 Stunden und das ist schon das äußerte mit zwei kleinen Kindern. Der Führer ist hier ehrenamtlich tätig und studierter Biologe, leider wirklich nicht sympathisch- heute war sein letzter Tag (ihre Einsätze gehen immer 2 Wochen am Stück und dann kommt jemand Anderes), vielleicht war er auch nur erschöpft von den 14 Führungen, die er in kurzer Zeit gegeben hatte.
Wir lernten einiges über die Pflanzen hier, er klärte uns, dass die Hundsrose (Rosa canina),
die nahezu jeder mit der Ostseeküste in Verbindung bringt, eigentlich nicht hierhergehört ( und invasiv ist) und andere Pflanzen überwuchern kann und damit eine Gefahr für die einheimische Flora darstellt.
Wir beobachten sogar einen Grünschenkel mit dem Ferngas, welches wir mitgebracht haben (man kann sich sonst auch vom NABU welche ausleihen), dieser ist wohl nicht sehr häufig während der Führungen zu sehen.
Der Führer erzählt, wie der Mensch in die Natur eingreift, Lebensräume begrenzt und der Tourismus immer mehr Raum einnimmt und Müll hierherbringt.

An der Salzwiese können wir kleine grüne Queller probieren, die hier die Wiese besiedeln und etwas knackig und salzig schmecken, Kapitän Wirbelwind nimmt sich etwas Proviant davon für den Aufstieg auf den Vogelbeobachtungsturm mit.

Hier ein Überblick über die Vögel auf dem Graswarder:

Das Naturschutzgebiet Graswarder ist ein global bedeutender Rast-, Brut- und Überwinterungsplatz für zahlreiche Vogelarten. In dieser einzigartigen Lagunen-, Strandwall- und Salzwiesenlandschaft brüten im Frühjahr über 40 Vogelarten – und etwa 180 weitere Arten nutzen das Gebiet während Zugzeiten oder im Winter als Raststation.

Brütende Arten (vor allem März bis Mai): Feldlerchen und Rauchschwalben, Graugänse und Brandgänse, Austernfischer, Säbelschnäbler, Sturmmöwen (teils mehrere hundert, eine der größten Brutkolonien an der Ostsee)  

Zug- und Überwinterungsgäste (ca. 180 Arten insgesamt)

  • Strandläufer
  • Nordische Entenarten (z. B. Mittelsäger, Eiderenten)  
  • Rotschenkel
  • Küstenseeschwalbe
  • Weitere: Großer Brachvogel, Pfuhlschnepfe, Sanderling, Kiebitzregenpfeifer  
  • Auch Eiderente, Mittelsäger, Weißwangengans, Singschwan, Brandgans  
  • Hinzu kommen Arten wie Bluthänfling oder weitere Singvögel wie Wiesenpieper in Zugzeiten

Grünschenkel (Tringa nebularia):

  • Status: Regelmäßiger Durchzügler am Graswarder während der Zugzeit.
  • Lebensraum: Flache Uferzonen, Brackwasser, Lagunen – also typisch für den Graswarder.
  • Erkennbar: Graubraunes Gefieder, lange grüne Beine, helle Unterseite, pfeifender Ruf.

Paul bemüht sich auf der Rücktour zum Schiff, dass der Mini Matrose nicht nochmal einschläft, da wir gleich an Bord alle zusammen Mittagsruhe machen möchten (und nach dem vielen Input der Führung auch müssen 😆), und so habe vor allem ich Glück und wir können die Pause wirklich alle nutzen, um uns auszuruhen oder wie im Falle von uns Eltern, etwas Schlaf der letzten Nächte nachzuholen, naja wenigstens ein kleines bisschen davon.

Am Nachmittag spielen wir auf dem Schiff und kochen. Action hatten wir heute genug. 😀

Jede dieser gezeigten „Nehrungen“ des Graswarders (also diese Zerklüftungen) entstand durch Stürme.

Tag 90 – Hafentag 2 in Heiligenhafen (16.08.)

Heute ist Samstag und das merkt man am Hafen und an der Promenade.
Ich gehe vormittags mit den beiden Kindern in die Stadt , einmal in die Drogerie (die erste seit Ueckermünde Mitte Mai! – Drogerien haben wir in Skandinavien ca. 3 in der ganzen Zeit gesehen, und ihr Sortiment ist nicht zu vergleichen mit den deutschen…) und einmal in einen Supermarkt, da ist der Vormittag dann auch fast schon wieder um. Paul muss an Bord etwas für die Arbeit machen und ist ganz dankbar für etwas Ruhe.

Wir wollen heute noch die deutschen Wasserflaschen zum
Pfandautomaten bringen.

Der Spielplatz am Hafen ist heute so überlaufen, dass ich froh bin, auf Google Maps noch einen tollen Kletterspielplatz am Binnensee zu finden. Ein Volltreffer !!! Kapitän Wirbelwind klettert ganze 5 mal durch den Kletterparcours und klettert selbst den geschätzt 7-Jährigen anderen Kids davon bzw. Lässt sich von diesen nicht einholen.
Paul kommt dazu, als er allen Pfand weggebracht habt. Das schafft nun viel Platz an Bord!

Markttag
Ein Strand auf dem Marktplatz

Tag 89 – Hafentag 1 in Heiligenhafen (15.08.)

Heute passiert nicht viel, morgens gehen Paul und Kapitän Wirbelwind duschen (die meisten Sanitärhäuser wurden gerade neu gemacht- letztes Jahr im Sommer waren sie noch nicht renoviert, aber auch da schon in einem wirklich guten Zustand). Danach bin ich dran und so ist der Vormittag auch schon rum mit frühstücken, aufräumen, abwaschen.

Nachmittags gehen wir etwas über die Promenade schlendern, gehen auf den Spielplatz am Hafen (Kapitän Wirbelwind kennt ihn schon vom letzten Jahr) und wir gehen zur Seebrücke, wo es eine kleine Rutsche und einen Wasserspielplatz (man pumpt Meereswasser nach oben indem man ein großes Hamsterrad durchläuft und am Ende fließt das Wasser dann wieder ins Meer zurück) gibt.

Wir beobachten ein Brautpaar, die auf der Seebrücke geheiratet haben und nun hier mit ihrem Fotografen noch die Hochzeitsfotos schießen. (Ca. 2x pro Monat können bis zu drei Paare hier standesamtlich getraut werden, wie wir den Tafeln entnehmen können).

Tag 88 – Wir verlassen Dänemark (14.08.)

Insgesamt haben wir 1.046,53 Seemeilen zurückgelegt.

Heute waren es:

  • Nur unter Segel: ca. 32,02 sm bei Ø 4,04 Knoten
  • Nur unter Motor: ca. 10,41 sm bei Ø 3,85 Knoten
  • Unter Segel und Motor: ca. 3,95 sm bei Ø 5,80 Knoten

Zeit unterwegs: ca. 11,3 Stunden

Gestern war unser letzter Tg in Dänemark und Skandinavien. Wir werden heute das Meer überqueren und am späten Nachmittag in Heiligenhafen ankommen, einer unserer Lieblingshäfen östlich von Fehmarn (westlich kennen wir uns nicht so gut aus, da nur Kiel-Wendtorf, da von dort die Alea stammt sowie Laboe). Es wird ein entspannter Segeltag mit größtenteils Gennacker, der uns rüberschiebt, dank achterlichem Wind.
Bei Strecken, die über das offene Wasser gehen (und ja, mir ist immer noch ein kleines bisschen, aber wirklich nur etwas, komisch, wenn wir Abschnitte segeln, wo wir zeitweise kein Land sehen), muss das Wetter inkl. Wind und Welle noch besser passen als sowieso schon. Abdrehen ist halt nicht.

Hinter der Fehmarnsundbrücke, die Fehmarn mit dem Festland verbindet, sehen wir mehrere Bagger-Schiffe, die den neuen Tunnel zwischen Dänemark und Deutschland ausbaggern. Dazu können wir folgende Fernsehdoku empfehlen:


Am späten Nachmittag kommen wir entspannt in Heiligenhafen an und legen uns an unseren Lieblingssteg, nah an der vor ein paar Jahren neu gebauten Promenade, nah zum eher leeren Strandabschnitt und mit Blick auf den Graswarder, ein Naturschutzgebiet vor allem für Vögel und geschützt und behütet durch den NABU.

Tag 87 – Heute geht’s ins Mittelalter (13.08.)

Der Grund, weshalb wir diesen weiteren Weg Richtung Süden gewählt haben, ist das Middelaldercentret – und das besuchen wir heute!

Die meisten heute gebotenen Programmpunkte machen wir – und schauen uns zudem noch das gesamte Mittelalterdorf an (ca. 1400 in Skandinavien). Die Menschen, die hier herumlaufen, sind Privatleute, die hier gegen Logis leben, und darunter viele Deutsche – genauso wie die meisten Besucher.

Der Tag ist ein Volltreffer – unsere Highlights sind das Vorführen der Steinkatapulte, die tatsächlich auf den Sund hinauswirft, sowie das Ritterturnier zu Pferd.

Kapitän Wirbelwind ist vollends begeistert und erzählt nach der Busfahrt zurück dann später beim Zubettgehen, dass er ja noch dies oder das ansehen wollte.

Auf dem Heimweg kommen wir in der Innenstadt an einem Kleinkunstfestival an zwei Orten vorbei und schauen ein wenig dem Treiben zu.

Tag 86 – Den Guldborgsund runter (12.08.)

Insgesamt haben wir 1.000 Seemeilen zurückgelegt.

Heute waren es:

  • Nur unter Motor: ca. 26,54 sm bei Ø 5,54 Knoten

Zeit unterwegs: ca. 4,8 Stunden

Am Morgen zieht es Kapitän Wirbelwind noch einmal mit einem Mädchen von einem Nachbarboot auf den tollen Spielplatz. Während ich Wasser bunkere, wollen die beiden unbedingt noch etwas Holz auf das vom Vorabend noch glimmende Feuer legen. Ich mahne Kapitän Wirbelwind, auf keinen Fall Holz zu hacken – nur um dann zu sehen, dass das Mädchen fröhlich loslegt und er direkt danebensteht. Ich greife natürlich sofort ein. Seine Logik: Wenn ich nicht hacken darf, dann macht das eben sie … Da muss man als Eltern manchmal schneller sein als die kindliche Kreativität.

Heute geht es am Vormittag los – es ist fast windstill, an Segeln ist daher leider nicht zu denken. Wir legen ab und frühstücken unterwegs mit den Brötchen, die wir morgens noch auf Vejrø gekauft haben.

Unser Ziel ist der Guldborgsund. Gleich am Anfang wartet die erste von insgesamt zwei Brückenöffnungen, die wir passieren müssen. Am frühen Nachmittag erreichen wir Nykøbing Falster und machen im Hafen fest.

Von dort geht es direkt in die Altstadt. Unser Plan: ein Eis essen und im Supermarkt Brot kaufen, damit wir am nächsten Tag Proviant für unseren Ausflug haben. Die Altstadt ist wirklich hübsch, und eine blaue Linie führt uns direkt zu einem Brunnen vor dem Eisladen. Dort arbeitet ein älterer Herr – zu unserem Erstaunen nimmt er allerdings nur Bargeld. Daran sind wir gar nicht mehr gewöhnt, und so stehen wir ohne Eis da, weder Bargeld noch Plastikkarte im Gepäck.

Am Ende springt der Supermarkt für uns ein: Dort kaufen wir unser Brot – und Kapitän Wirbelwind sowie Julia bekommen dann doch noch ihr wohlverdientes Eis.

Tag 85 – Heute geht’s zur Privatinsel Vejrø (11.08.)

Insgesamt haben wir 973,6 Seemeilen zurückgelegt.

Heute waren es:

  • Nur unter Segel: ca. 11,76 sm bei Ø 4,55 Knoten
  • Nur unter Motor: ca. 1,55 sm bei Ø 3,29 Knoten

Zeit unterwegs: ca. 3,0 Stunden

Heute wollen wir alle weiter, wir zu einer weiteren Insel, die wir bereits besucht haben, die anderen zu einem Städtchen, wo sie gut einkaufen gehen können.

Wir kommen am Mittag auf Vejrø an, einer Privatinsel, die hauptsächlich aus dem Hafen, einem Hotel, einem Restaurant und den Gewächshäusern etc. für beides Letzteres besteht. Es gibt keine Anwohner, die nicht für diese Einrichtungen arbeiten.

Die Übernachtung ist mit knapp 54 Euro inkl. Strom, Duschen, Waschmaschine /Trockner (je leider nur eine Maschine) und Feuerholz schon teuer, aber die Atmosphäre ist eben auch besonders. Leider zieht die Preisgestaltung, mehr noch als bei unserem letzten Besuch vor einigen Jahren, immer mehr ein bestimmtes Klientel an, die deutsche Durchschnittsfamilie gibt es hier eher weniger, dafür eine dicke Motorschiffe und Deutsche mit sichtbar Geld. Am Abend wird ein BBQ veranstaltet am Hafen, für ca. (ebenso) 54 Euro, inkl. Getränke ca 94 Euro. Das ist nicht so unsere Preisklasse für ein Abendessen.

Wir laufen als erstes zum Spielplatz, ein riesiges Piratenschiff zum Rutschen, Erkunden, Klettern etc. Leider sind wir die einzigen, aber haben zu dritt dennoch unseren Spaß! Zum Spielplatz kommt dann genau solch ein Vater (diese mit gegelten Haaren, Lieblingsschwiegersohnsorte, Polohemd einer bekannten Marke mit darüber gelegtem schicken Pullover), der sein Kind, welches gerade laufen gelernt haben muss, vor dem Piratenschiff absetzt und dann laut telefonierend mit einem herumliegenden Fußball herumkickt und sich sicher 20 min nicht weiter für das Kind interessiert, sich dieses dann aber irgendwann zu mir und dem Mini Matrosen gesellt. Alleine rumsitzen ist ja auch blöd.

Dann laufen wir weiter Richtung Gewächshäuser, hier waren wir damals schon. Unser Weg wird gesäumt von vielen Metwrn Brombeersträuchern mit reifen(!) Brombeeren, und so sind wir nicht sonderlich schnell unterwegs 😆

Als wir bei den Gewächshäusern ankommen, stehen da noch Bäumen mit reifen Mirabellen (zu Hause haben wir mit unserem einen Baum ja leider kein Glück) in allen Farben, gelb, hellrot und dunkelrot. Lecker!

Eins der beiden Häuser wird gerade neu gemacht (siehe Baggerbild), eins ist in Nutzung und voll mit Tomaten, verschiedenen Melonen etc. Wer mag, kann das „Wimmelbild“ unten ja mal durchsuchen, was er/sie noch entdeckt !

Als Paul und Kapitän Wirbelwind das Gewächshaus verlassen (die Tür stand offen), springt vor ihnen ein wildes Reh erschrocken zur Seite und verschwindet in den nahe gelegenen Hecken.

Wirklich, Natur pur!

Mal wieder neu renovierte Sanitärhäuser
Ein glückliches Schweineleben!
Hier wachsen dann noch Zucchini und co.
Brombeeren, Mh lecker !!!
Feuerchen machen und grillen