Tag 25 – Ankunft in Stockholm

LOGBUCH – ÜBERBLICK

Insgesamt haben wir 453,26 Seemeilen zurückgelegt.

Heute waren es:

  • Nur unter Motor: ca. 12,17sm bei Ø 4,07 Knoten

Zeit unterwegs: ca. 2,99 Stunden

WETTER & BEDINGUNGEN

  • Wind: im Mittel 10-30 Knoten
  • Wellenhöhe: ca. 0-1,5m

Wir fahren gegen 10 Uhr los (?) und holen den Anker ein, gegen 13 Uhr kommen wir schon in Stockholm an. Der Hafen ist noch verhältnismäßig leer, wir haben noch viel Auswahl für einen Liegeplatz. Nach der Ankunft essen wir erstmal zu Mittag und gehen zum „Nachtisch“ zur Eisdiele direkt am Hafen.

Morgen steht der erste von zwei Crewgeburtstagen an, heute wird ein langer Abend! Wir müssen noch einige Geschenke einpacken, dekorieren für den Piratenfan und den gewünschten Schokokuchen backen.
Der Hafen hier ist echt teuer (400 SEK pro Nacht, 1 SEK sind ca. 0,09 EUR), aber immerhin ist Waschmaschine/Trockner inkludiert. Wir haben seit 10 Tagen nicht gewaschen, das letzte Mal in Kalmar.

Ich kann so viel verraten: Es werden VIELE Maschinen, Bettwäsche und Handtücher sind auch fällig!

Wir haben gewartet, bis diese Brücke geöffnet wurde. Leider ist der Mast der Alea ein Stück zu hoch.
Links hinten in rot, das weltberühmte Vasamuseum. Nach dieser ist auch dieser Hafen benannt- Wasahamnen.
Diesmal war der Besuch der Markthalle Saluhall im Stadtteil Östermalm
„Gröna Lund“ Freizeitpark
Heute Abend muss noch geschmückt werden, morgen steht der Geburtstag von Kapitän Wirbelwind an
Und Geschenke eingepackt und Kuchen gebacken – natürlich mit Schokolinsen =)
Partythema: Piraten ! Einige Freunde und Familienmitglieder hatten uns etwas mitgegeben für ihn. Er hat sich sehr gefreut, danke nochmal!

Tag 24 – Auf dem ersten See geankert

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Insgesamt haben wir 441 Seemeilen zurückgelegt.

Heute waren es:

  • Nur unter Motor: ca. 32,21sm bei Ø 4,63 Knoten

Zeit unterwegs: ca. 6,95 Stunden

WETTER & BEDINGUNGEN

  • Wind: 0 – 20 Knoten
  • Wellenhöhe: ca. 0-1m
  • Wetter: viel Regen

Heute ist ein längerer Segeltag geplant. Wir müssen durch eine Brücke und eine Schleuse, daher orientieren wir uns an der Zeit der Schleusenöffnung und es geht direkt morgens um halb 9 Uhr los.

Zuerst hilft uns der Papa von der anderen Familie, als wir dann tatsächlich los sind und der Anker oben ist, kommen auch die anderen drei noch schnell aus dem Schiff, um zum Abschied zu winken. Ein trauriger Moment, die Kinder haben sich sehr gut verstanden und miteinander gespielt und getobt, wir Erwachsene konnten auch sehr gut miteinander quatschen und uns austauschen. Sie haben den Götakanal letztes Jahr gemacht und konnten uns viele schöne Ecken und Tipps für die Fahrt mit Kindern mit an die Hand geben. Nun trennen sich unsere Wege, für sie soll es zeitnah mit einem größeren Schlag zu den Åland-Inseln gehen.

Am späten Nachmittag kommen wir auf dem Mälaren-See auf Höhe Ekerö an und werfen den Anker. Morgen Mittag wollen wir in Stockholm sein, wir sind nicht mehr weit entfernt!

Wir lassen die anderen morgens zurück
Am Anfang regnet es etwas, der Tag soll ungemütlich bleiben
Der Regen nimmt aber immer weiter zu
Dann gießt es das erste Mal an diesem Tag wie aus Eimern.
Feste Brückenzeiten, führen meistens dazu, dass sich vorher Boote sammeln und man quasi gemeinsam pünktlich zur Öffnung ankommt. So ist es auch heute, erst ein Boot, dann immer mehr.
Auf der Sprayhood steht das Wasser schon richtig.
Es wird langsam wieder besser.
Das sieht von unten immer ziemlich knapp aus. Hier sind aber noch 9 Meter Platz.
Großbaustelle im Södertalje-Kanal und in der Schleuse.
Wir sehen das erste mal die Juno, welche auf dem auf dem Götakanal fahren
Hier hätte es nicht mehr gepasst
Abends vor Anker

Tag 23 – der letzte gemeinsame Abend

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Insgesamt haben wir 409 Seemeilen zurückgelegt.

Heute waren es:

  • Unter Segel: ca.  7,16 sm bei Ø3,62 Knoten
  • Nur unter Motor: ca. 2,29sm bei Ø 7,89 Knoten

Zeit unterwegs: ca. 2,3 Stunden

WETTER & BEDINGUNGEN

  • Wind: im Mittel 8Knoten
  • Wellenhöhe: ca. 0-0,5m

Heute geht es erst am Nachmittag weiter, wir wollen noch Zeit hier in dieser schönen Stadt verbringen und die Fahrt zu einer Schäreninsel, die wir uns im schwedischen Hafenführer ausgeguckt haben, dauert nur 90 min.
Vormittags gehe ich mit den Kindern zum Spielplatz hinter dem Hafengebäude, die andere Familie kommt auch. An diesem Spielplatz grenzt ein Platz mit zwei Wippen an sowie einige hohe Metallstelen. Sobald jemand anfängt zu wippen, spritzt Wasser aus verschiedenen Stelen auf unterschiedliche Art und Weise. Sogar auf der Wippe wird man teilweise nass – oder auf dem Weg zum nahen Toilettenhäuschen. Ein spannende Art der Erfrischung, dieser Wasserspielplatz!

Gegen Mittag gehe ich mit den Kindern Richtung Zentrum, denn ich möchte noch ein paar Dinge einkaufen. Wir entdecken auch eine sehr gute Eisdiele. 2 Kugeln Eis (hier wird eher in kleine, mittlere und große Größe unterschieden) kosten eigentlich überall 5-6 Euro.

Am Nachmittag fahren wir dann gegen 20 nach 3 Uhr weiter nach Stora Arkolmen. Auf dieser bewaldeten Felsenschäre sind auf der Nord- und Südseite jeweils Holzstege an den Felsen angebracht. Die erste Gelegenheit, um an einem Felsen festzumachen und gleichzeitig einen Anker zu werfen. Durch unsere Badeplattform, die wir herunterlassen können, gewöhnen wir uns langsam an, rückwärts anzulegen, so muss niemand über den Bug hinüberklettern, grad mit Kind bzw. Baby eine deutliche bessere Option! So legen wir hier rückwärts an und werfen vorne den Anker.

Diese Insel wird von zwei Segelvereinen betrieben (sie haben die Stege installiert, kümmern sich um die Instandhaltung und ebenso um die Toilette auf der Südseite). Sie stellen auch Brennholz für das Lagerfeuer zur Verfügung, welches wir nach dem Pizzaessen mit der anderen Familie zum Abschied veranstalten (unser neuer Ofen läuft über Stunden heiß und macht einen echt guten Job). Paul kümmert sich nicht nur um die vielen Pizzableche für alle, sondern macht kurzerhand auch noch Stockbrotteig – insbesondere zur Freude der Kinder.

Stockbrotteig (weniger ging leider nicht, da diese Menge 1 Ei bedeutete)
Auf der Südseite konnten wir leider nicht festmachen, da der Wind am Abend und für die Nacht vorhergesagt so ungünstig stand – aber wirklich nett alle Optionen zum Festmachen hier. Diesen Spot merken wir uns definitiv! Die Insel war auch eine Empfehlung aus einem Segelforum im Internet, definitiv nachvollziehbar.
Sogar Toilettenlektüre wird zur Verfügung gestellt =)

Tag 22 – Auf nach Trosa

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Insgesamt haben wir 399,43 Seemeilen zurückgelegt.

Heute waren es:

  • Unter Segel: ca. 20,6 sm bei Ø 4,28 Knoten
  • Nur unter Motor: ca. 2,83sm bei Ø 2,11 Knoten

Zeit unterwegs: ca. 6,16 Stunden

WETTER & BEDINGUNGEN

  • Wind: im Mittel 10-17Knoten
  • Wellenhöhe: ca. 0-0,5m

Wir fahren wieder gegen halb 10 los, Ziel Trosa, eins meiner Highlights auf der Reise (da wir nur die Ostküste kennen, kann ich natürlich nur davon sprechen; sicherlich werden dieses Mal viele weitere Highlights dazukommen).
Wir haben schönes Segelwetter und Paul liefert sich ein kleines „Rennen“ mit einer Einhandseglerin (und vier Pfoten☺️) , beginnend aber erst damit, dass sie uns überholt. Das weckt seinen Ehrgeiz (und natürlich meine dummen Sprüche dazu, weil er sich nämlich sonst immer gern mit anderen Schiffen misst und die perfekte Segelstellung sucht, um die bestmögliche Geschwindigkeit zu erzielen.
Wir sind alle gut gelaunt an Bord und machen 90er Partymusik an, zu der wir alle 4 ausgelassen tanzen (der Mini Matrose natürlich auf meinem Arm). Ich sage nur: I‘m a Scatman!

Je näher wir Trosa kommen, desto dunkler wird der Himmel, es ist Regen vorhergesagt.
Der Hafen ist noch ziemlich leer, er wird bei unserem nächsten Besuch in einigen Tagen sicherlich schon voller sein – insbesondere weil wir den nächsten Besuch über Midsommar planen. Zunächst legen wir vorwärts an, es gibt eine Heckboje, an der wir mit einer Heckleine festmachen. An Land kommt man so nur über das Klettern vorbei am Vorstag, auf den Anker und rückwärts runtersteigen. Leider ist hier das Land sehr tief- eine gute Gelegenheit für unseren alten Plastikhocker, den uns die Voreigner des Schiffes mitgegeben hatten.
Leider steigt Paul schräg auf diesem drauf und es macht Knacks!- mit drei Beinen ist er aber leider nicht mehr zu gebrauchen. Wie jetzt von Bord kommen???
Die Entscheidung fällt kurzfristig, wir drehen das Schiff um- und fahren rückwärts ans Land ran. So können wir die Badeplattform herunterklappen und sehr bequem von Bord (besser geht’s wirklich nicht). Das Manöver mit dem Umdreher ist ein wenig chaotisch, das Schlauchboot, welches am Heck befestigt war, knote ich kurzerhand an Backbord, diese Leine verfängt sich beim Zurückfahren dann aber mit der Boje und ich frage mich kurz, während ich versuche, die Leine wieder abzuknoten, obwohl sie schon komplett unter Spannung durch die Boje ist, wer wohl stärker ist, die Leine, das Schlauchboot oder die Boje- und zum Glück gelingt es mir. Dann muss ich auch schon wieder zurückrennen. Ja Action ist beim An- und Ablegen immer mal wieder gegeben. Schlussendlich klappt das Rückwärtsanlegen dann aber gut und ich bin froh, dass wir alle von Bord gelangen können. Glück gehabt, nun fängt es an zu schütten und wir nutzen die Zeit für ein Mittagessen.

Später gehen wir noch von Bord und der anderen Familie hinterher, die mittlerweile neben uns angelegt hat, und die sich mit ihren Freunden hier ein weiteres Mal trifft. Sie haben eine Eisdiele aufgetan, wo man den erneut auftretenden Regen abwarten kann. Unser Kapitän Wirbelwind spielt und tobt mit dem 5-jährigen Sohn der anderen Familie, bis wir zum Abendessen zum Schiff zurückkehren.

Ein altes Telefon-Häuschen, was heute als Ort zum Büchertauschen verwendet wird.
Ein Militärboot, was uns ganz ordentlich durchgeschaukelt hat.
Ein Kohlefrachter, der in Oxelösund entladen wird.
Hinter uns zieht ein Schauer durch
Viele Häuser in Schweden liegen direkt am Wasser mit eigenen Steg.
So früh ist der Steg in Trosa nicht ganz leer.
Direkt unter dem Steg wohnt eine Schlange oder Schleiche.

Tag 21 – Oxelösund- einmal reicht!

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Insgesamt haben wir 376 Seemeilen zurückgelegt.

Heute waren es:

  • Unter Segel: ca. 6,28 sm bei Ø 4,05 Knoten
  • Unter Segel und Motor: ca. 0,5 sm bei Ø 5,55 Knoten
  • Nur unter Motor: ca. 19,48sm bei Ø 5,33 Knoten

Zeit unterwegs: ca. 5,29 Stunden

WETTER & BEDINGUNGEN

  • Wind: im Mittel 10Knoten
  • Wellenhöhe: ca. 0-0,5m

Heute geht es morgens gegen halb 10 los aus dem Schärenparadies weiter Richtung Norden. Wir würden gern kommende Woche Donnerstag spätestens in Stockholm sein, um Freitag und Samstag die beiden anstehenden Geburtstage in Stockholm zu verbringen.
Wir kommen nachmittags gegen halb 3 im alten Fischerhafen von Oxelösund an, welcher kaum Charme hat und viel Industrie um sich hat. Wir sind nur aus zwei Gründen hier: die andere Familie ist hier mit Freunden verabredet, die mit dem Wohnmobil eine Schwedentour machen, andererseits unterteilt dieser Stop die 10 h bis Trosa in 2x 5 h, was wir deutlich angenehmer finden.

Paul fährt mit dem Schlauchboot in den anderen Hafen, der näher an der Stadt liegt, und geht das Nötigste einkaufen (dieser hätte sogar einen Spielplatz gehabt, aber was soll’s).

Am Ende des Industrie Hafens gibt es einen Steg, an dem Paul das Dinghy zum Einkaufen fest macht. Von dort sind es noch ca. 10 Minuten zu fuß den den Berg hoch.

Vor dem Supermarkt gibt es nett angelegte Beete.
Öxelesund in der Abenddämmerung

Tag 20 – Wunderschönes Harstena

Das Wetter zeigt sich von seiner schönen Seite, heute werden ca 18 Grad mit Sonne und leicht bewölkt. Es gibt Crêpes zum Frühstück – es ist etwas windig, dank der Kuchenbude können wir aber draußen frühstücken.

Direkt im Anschluss fahren wir mit dem Schlauchboot lautlos zur Insel hinüber und gehen an Land. Die andere Familie ist auch startklar, um uns ins Dorf zu führen und die Highlights zu zeigen.
Harstena ist wirklich eine süße Schäreninsel. Wir laufen und klettern sicherlich eine Dreiviertelstunde, bis wir an der alten Dorfschule ankommen, heute das Heimatmuseum von Harstena, auch dieses erst ab Midsommar und dann für knapp 2 Monate geöffnet. Beim Dorf handelt es sich um eine recht lose Ansammlung von Häusern, Leerstand entdecken wir keinen- und alle im typischen Schwedenrot gestrichen. Klassische Gärten gibt es nicht, die Felsen brechen überall durch den Rasen durch und in der Mitte gibt es einen Pumpbrunnen, der gelbliches Wasser ausspuckt. Es gibt auch ein Restaurant und eine Bäckerei- aber auch die öffnen erst mit Mittsommer (wie sollte es auch anders sein).

Nach der langen Rückwanderung steht erstmal unsere obligatorische Mittagspause an, bevor Paul und Kapitän Wirbelwind zu dem Schiff der anderen Familie rüberfahren zum gemeinsamen Spielen.

Abends grillen wir gemeinsam auf der Schäre und die Kinder bemalen mit Kreide die Felsen.

Es war ein langer und sehr schöner Tag!

Suchbild, auf dem Bild befindet sich eine Baby-Schlange/Schleiche

Tag 19 – Schwedischer Nationalfeiertag bei Regen in einer wunderschönen Bucht

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Insgesamt haben wir 350 Seemeilen zurückgelegt.

Heute waren es:

  • Unter Segel: ca. 19,18sm bei Ø 4,43Knoten
  • Nur unter Motor: ca. 2,69sm bei Ø 3,24 Knoten

Zeit unterwegs: ca. 5,16 Stunden

WETTER & BEDINGUNGEN

  • Wind: im Mittel 15 Knoten
  • Wellenhöhe: ca. 0-1,5m
  • Wetter: Sonnig

Heute ist schwedischer Nationalfeiertag- was das bedeutet, wissen wir nicht, die meisten Geschäfte haben jedenfalls geschlossen. Anscheinend wird es aber nicht so zelebriert wie Midsommer, das scheint eine andere, größere Hausnummer zu sein.
Wir fahren direkt morgens los und wollen bis nachmittags in der Schärenbucht von Harstena sein.

Es geht an typisch schwedischen Häusern vorbei, manchmal auch mit ein wenig „Kunst“

Unterwegs zieht dann See-Nebel auf, wir überlegen ob das Ziel Harstena aufgeben. Parallel setzt aber auch Sind ein, der üblicherweise den Nebel auflöst. Wir entscheiden uns weiter an dem Ziel Harstena festzuhalten. Wie vermutet kommt es dann auch und der Nebel löst sich langsam wieder auf und die Sichtweite nimmt langsam wieder zu. als der Nebel am dichtesten war, lag die Sichtweite bei rund 300m. Das ist in der Schärenwelt mit den tausenden von Inseln nicht sehr viel…

Das Wetter verschlechtert sich am Mittag leider und Paul wirft dann um 14:48 Uhr den Anker bei Wind und Regen, er ist total durchgefroren. Ich hatte zum Glück bereits vorab unsere Seglerpfanne (One pot Reispfanne mit Gemüse, dazu Tzatziki) zubereitet und wir können direkt essen, das hilft beim Auftauen …
Die andere Familie hatte diese Schäreninsel ausgesucht, sie waren bereits hier und es hatte ihnen so gut gefallen, dass sie erneut herwollten.
Morgen schauen wir sie uns an, wir sind gespannt !

Ein Letzter Blick des Tages auf die Anker-App. Der Anker hält. Zeit ins Bett zu gehen.

Tag 18 – Von Västervik weiter nach Norden

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Insgesamt haben wir 328 Seemeilen zurückgelegt.

Heute waren es:

  • Unter Segel: ca. 16,92 sm bei Ø 4,32 Knoten
  • Nur unter Motor: ca. 5,0sm bei Ø 3,37 Knoten

Zeit unterwegs: ca. 5,39 Stunden

WETTER & BEDINGUNGEN

  • Wind: im Mittel 10 Knoten
  • Wellenhöhe: ca. 0m
  • Wetter: Wechselhaft

Die Nacht war für Paul und und Kapitän Wirbelwind nicht besonders erholsam, gegen Mitternacht hat der kleine einen Nachtschreck, der gut eine Stunde dauert.
Dazu kommt am Morgen die Erkenntnis, dass die Toilettenpumpe anscheinend defekt ist und die Heizung einfach nicht gut funktioniert und Paul keine Lust mehr hat, entweder zu schwitzen oder zu frieren nachts. Die Heizung ist noch die von Bavaria eingebaute von 2009 und die Steuerung ist wirklich das Letzte.
Vormittags gehen wir nochmal zu dem tollen Spielplatz von gestern und kaufen das erste Softeis der Saison (yeah!), und legen gegen 13 Uhr ab.

Wir motoren noch zu einer Bucht kurz vor dem sehr großen Marineladen, der auswärts von Västervik liegt und in dem Paul vor 3 Jahren schon einmal nur mit Dinghi hingefahren ist, um den schwedischen Hamnguiden zu kaufen (wegen der Fotos und Tiefeneinordnungen, der Text ist leider wirklich nur auf Schwedisch). Diesmal ist Paul wieder mit dem Dinghi hingefahren, allerdings von dem Ankerplatz und nicht vom Hafen aus. So hat es nur ca. 20 Minuten pro Richtung mit dem Boot gedauert.

Nach dem man mit dem Boot an einem kleinen schwimmenden Steg festgemacht hat, läuft man erst an einer Freifläche vorbei, bevor man zu dem alten und eher heruntergekommenen Gebäude kommt.

Ein liegt leider sehr viel Müll in der Gegend herum.

Vor dem Laden steht ein schöner alter Baum. Die Gegend ist sonst aber eher trostlos.

Der Laden ist von außen eher unscheinbar, innen aber echt groß und gut sortiert.


Dadurch kommen wir erst gegen 15 Uhr wirklich los und sind bis kurz nach 19 Uhr unterwegs, bei teilweise kaum vorhandenen Wind, zu einem alten Fischerhafen, wo mittlerweile aber nichts mehr los ist und nur noch die Kaimauer vorhanden ist.


Ich koche noch schnell Nudeln zum Abendessen und Kapitän Wirbelwind spielt mit den anderen zwei Kindern an Land, irgendwas mit Stöckern und Steinen, was braucht es mehr zum Glücklichsein? ☺️

Sein Abend- und Schlafrhythmus ist aktuell komplett hinüber, heute liegt er erst gegen 21 Uhr im Bett. Wir wollen ihm die Freude am Spielen aber auch nicht nehmen, weil wir wissen, dass die Familie bald in eine andere Richtung fahren wird und er sich aktuell sehr auf das gemeinsame Spielen freut. Wir versuchen daher bestmöglich, eine lange Mittagspause zu ermöglichen, wo er Schlaf nachholen kann.

Tag 17 – Schärenkletterei und Wiedersehen in Västervik

LOGBUCH – ÜBERBLICK

Insgesamt haben wir 305 Seemeilen zurückgelegt.

Heute waren es:

  • Unter Segel: ca. 15,96 sm bei Ø 4,81 Knoten
  • Nur unter Motor: ca. 0,75 sm bei Ø 1,41 Knoten

Zeit unterwegs: ca. 3,79 Stunden

WETTER & BEDINGUNGEN

  • Wind: im Mittel 10 Knoten
  • Wellenhöhe: ca. 0m
  • Wetter: Wechselhaft

Nach dem Frühstücken fahren wir mit dem Beiboot auf die größere der beiden Schären, in deren Bucht wir heute Nacht geankert haben. Eine typische Schäre mit viel Moos, wilden Heidelbeeren (leider noch keine Früchte dran) und ganz viel Felsen. Zudem ein kleines Toilettenhäuschen, welches aber aus Budgetgründen geschlossen und vernagelt wurde; so steht es jedenfalls an der Tür. Wir laufen und klettern ein bisschen auf der Schäre umher und genießen die Aussicht, auch mit Blick auf unsere Alea.

Der Segeltag heute hält gut 4 Stunden Segeln im Schärenfahrwasser und damit mit kaum Welle für uns bereit. AN einer sehr engen Stelle sind rechts und links neben dem Fahrwasser direkt zwei Inseln, auf einer direkt oberhalb ein Wohnhaus in Schwedenrot- beim Vorbeifahren winkt und die Familie von oben zu, wie nett! =)

Die Geschwindigkeit ist eher gemütlich mit rund vier Knoten, aber völlig ausreichend, um gegen 14:00 Uhr in Västervik anzukommen. Hier wollen wir auf den Spielplatz gehen und die Einkaufsmöglichkeit für frische Lebensmittel nutzen.

Abends grillen wir Burger mit der anderen Familie auf den vor den Schiffen obligatorischen Sitzbänken, die es überall in Skandinavien in den Häfen gibt. Die Kinder spielen fangen, bis sie ausgepowert sind (keiner der Erwachsenen versteht so recht, wie sie nach einem sehr aufregenden und anstrengenden Spielplatzbesuch überhaupt noch Energie haben können). Ein schöner Tag!

Tag 16 – Heute geht es weiter

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Insgesamt haben wir 285 Seemeilen zurückgelegt.

Heute waren es:

  • Unter Segel: ca. 60,49 sm bei Ø 5,95 Knoten
  • Nur unter Motor: ca. 1,88sm bei Ø 2,47 Knoten

Zeit unterwegs: ca. 10,92 Stunden

WETTER & BEDINGUNGEN

  • Wind: im Mittel 15 Knoten
  • Wellenhöhe: ca. 0-1,5m
  • Wetter: Sonnig

Heute soll es weitergehen, wir hatten eine schöne Zeit in Kalmar! Paul ist direkt um 8.00 Uhr noch bei der Werft von Kalmar, um dort eine Frage loszuwerden, die ihn bezüglich unseres Motors sehr beschäftigt. Er raucht unter höherer Last, und Paul überlegt, dort gegebenfalls eine Reparatur machen zu lassen. Sie beruhigen ihn aber und sagen, das könnte auch mit der sehr kalten Wassertemperatur zu tun haben und er solle die Last die nächste Zeit noch gering halten.

Danach geht er noch im Supermarkt gegenüber im Hafen zwei große Salat Bowls holen, es ist wirklich ein absolutes Highlight in Schweden. Dies soll uns als Tagesproviant für die heute lange geplante Überfahrt gelten. Am Ende werden es 11 Stunden Rauschefahrt ohne Wellen, mit achterlichen Wind, bis wir gegen 20.00 Uhr nun endlich im schönen Schärengarten südlich von Västervik ankommen. Die Familie, die wir in Kalmar kennen gelernt haben, die aber bereits am nächsten Morgen nach unserer Ankunft dort wieder losgefahren ist und auch eine andere Destination verfolgt als wir, treffen wir hier, nicht ganz zufällig, in dieser wundervollen Ankerbucht wieder. Wir verabreden uns für den nächsten Mittag in Västervik, damit sie mit ihren zwei Söhnen und wir mit unseren beiden Kindern uns dort zusammen auf dem fantastischen Kinderspielplatz treffen können, den wir noch von vor drei Jahren kennen.

Wir haben heute sehr gut Strecke gemacht, es lässt sich aber festhalten, dass 11 Stunden Kinderbespaßung und draußen Wache halten auch tagsüber nicht ohne sind. Nach circa 8 Stunden spürte man deutlich, wie die Stimmung kippte unter Deck, weil auch der kleine Mini Matrose heute Zahnschmerzen bekommen hat, wahrscheinlich ist es Zahn Nummer drei, der ihn ärgert.