Tag 88 – Wir verlassen Dänemark (14.08.)

Insgesamt haben wir 1.046,53 Seemeilen zurückgelegt.

Heute waren es:

  • Nur unter Segel: ca. 32,02 sm bei Ø 4,04 Knoten
  • Nur unter Motor: ca. 10,41 sm bei Ø 3,85 Knoten
  • Unter Segel und Motor: ca. 3,95 sm bei Ø 5,80 Knoten

Zeit unterwegs: ca. 11,3 Stunden

Gestern war unser letzter Tg in Dänemark und Skandinavien. Wir werden heute das Meer überqueren und am späten Nachmittag in Heiligenhafen ankommen, einer unserer Lieblingshäfen östlich von Fehmarn (westlich kennen wir uns nicht so gut aus, da nur Kiel-Wendtorf, da von dort die Alea stammt sowie Laboe). Es wird ein entspannter Segeltag mit größtenteils Gennacker, der uns rüberschiebt, dank achterlichem Wind.
Bei Strecken, die über das offene Wasser gehen (und ja, mir ist immer noch ein kleines bisschen, aber wirklich nur etwas, komisch, wenn wir Abschnitte segeln, wo wir zeitweise kein Land sehen), muss das Wetter inkl. Wind und Welle noch besser passen als sowieso schon. Abdrehen ist halt nicht.

Hinter der Fehmarnsundbrücke, die Fehmarn mit dem Festland verbindet, sehen wir mehrere Bagger-Schiffe, die den neuen Tunnel zwischen Dänemark und Deutschland ausbaggern. Dazu können wir folgende Fernsehdoku empfehlen:


Am späten Nachmittag kommen wir entspannt in Heiligenhafen an und legen uns an unseren Lieblingssteg, nah an der vor ein paar Jahren neu gebauten Promenade, nah zum eher leeren Strandabschnitt und mit Blick auf den Graswarder, ein Naturschutzgebiet vor allem für Vögel und geschützt und behütet durch den NABU.

Tag 87 – Heute geht’s ins Mittelalter (13.08.)

Der Grund, weshalb wir diesen weiteren Weg Richtung Süden gewählt haben, ist das Middelaldercentret – und das besuchen wir heute!

Die meisten heute gebotenen Programmpunkte machen wir – und schauen uns zudem noch das gesamte Mittelalterdorf an (ca. 1400 in Skandinavien). Die Menschen, die hier herumlaufen, sind Privatleute, die hier gegen Logis leben, und darunter viele Deutsche – genauso wie die meisten Besucher.

Der Tag ist ein Volltreffer – unsere Highlights sind das Vorführen der Steinkatapulte, die tatsächlich auf den Sund hinauswirft, sowie das Ritterturnier zu Pferd.

Kapitän Wirbelwind ist vollends begeistert und erzählt nach der Busfahrt zurück dann später beim Zubettgehen, dass er ja noch dies oder das ansehen wollte.

Auf dem Heimweg kommen wir in der Innenstadt an einem Kleinkunstfestival an zwei Orten vorbei und schauen ein wenig dem Treiben zu.

Tag 86 – Den Guldborgsund runter (12.08.)

Insgesamt haben wir 1.000 Seemeilen zurückgelegt.

Heute waren es:

  • Nur unter Motor: ca. 26,54 sm bei Ø 5,54 Knoten

Zeit unterwegs: ca. 4,8 Stunden

Am Morgen zieht es Kapitän Wirbelwind noch einmal mit einem Mädchen von einem Nachbarboot auf den tollen Spielplatz. Während ich Wasser bunkere, wollen die beiden unbedingt noch etwas Holz auf das vom Vorabend noch glimmende Feuer legen. Ich mahne Kapitän Wirbelwind, auf keinen Fall Holz zu hacken – nur um dann zu sehen, dass das Mädchen fröhlich loslegt und er direkt danebensteht. Ich greife natürlich sofort ein. Seine Logik: Wenn ich nicht hacken darf, dann macht das eben sie … Da muss man als Eltern manchmal schneller sein als die kindliche Kreativität.

Heute geht es am Vormittag los – es ist fast windstill, an Segeln ist daher leider nicht zu denken. Wir legen ab und frühstücken unterwegs mit den Brötchen, die wir morgens noch auf Vejrø gekauft haben.

Unser Ziel ist der Guldborgsund. Gleich am Anfang wartet die erste von insgesamt zwei Brückenöffnungen, die wir passieren müssen. Am frühen Nachmittag erreichen wir Nykøbing Falster und machen im Hafen fest.

Von dort geht es direkt in die Altstadt. Unser Plan: ein Eis essen und im Supermarkt Brot kaufen, damit wir am nächsten Tag Proviant für unseren Ausflug haben. Die Altstadt ist wirklich hübsch, und eine blaue Linie führt uns direkt zu einem Brunnen vor dem Eisladen. Dort arbeitet ein älterer Herr – zu unserem Erstaunen nimmt er allerdings nur Bargeld. Daran sind wir gar nicht mehr gewöhnt, und so stehen wir ohne Eis da, weder Bargeld noch Plastikkarte im Gepäck.

Am Ende springt der Supermarkt für uns ein: Dort kaufen wir unser Brot – und Kapitän Wirbelwind sowie Julia bekommen dann doch noch ihr wohlverdientes Eis.

Tag 85 – Heute geht’s zur Privatinsel Vejrø (11.08.)

Insgesamt haben wir 973,6 Seemeilen zurückgelegt.

Heute waren es:

  • Nur unter Segel: ca. 11,76 sm bei Ø 4,55 Knoten
  • Nur unter Motor: ca. 1,55 sm bei Ø 3,29 Knoten

Zeit unterwegs: ca. 3,0 Stunden

Heute wollen wir alle weiter, wir zu einer weiteren Insel, die wir bereits besucht haben, die anderen zu einem Städtchen, wo sie gut einkaufen gehen können.

Wir kommen am Mittag auf Vejrø an, einer Privatinsel, die hauptsächlich aus dem Hafen, einem Hotel, einem Restaurant und den Gewächshäusern etc. für beides Letzteres besteht. Es gibt keine Anwohner, die nicht für diese Einrichtungen arbeiten.

Die Übernachtung ist mit knapp 54 Euro inkl. Strom, Duschen, Waschmaschine /Trockner (je leider nur eine Maschine) und Feuerholz schon teuer, aber die Atmosphäre ist eben auch besonders. Leider zieht die Preisgestaltung, mehr noch als bei unserem letzten Besuch vor einigen Jahren, immer mehr ein bestimmtes Klientel an, die deutsche Durchschnittsfamilie gibt es hier eher weniger, dafür eine dicke Motorschiffe und Deutsche mit sichtbar Geld. Am Abend wird ein BBQ veranstaltet am Hafen, für ca. (ebenso) 54 Euro, inkl. Getränke ca 94 Euro. Das ist nicht so unsere Preisklasse für ein Abendessen.

Wir laufen als erstes zum Spielplatz, ein riesiges Piratenschiff zum Rutschen, Erkunden, Klettern etc. Leider sind wir die einzigen, aber haben zu dritt dennoch unseren Spaß! Zum Spielplatz kommt dann genau solch ein Vater (diese mit gegelten Haaren, Lieblingsschwiegersohnsorte, Polohemd einer bekannten Marke mit darüber gelegtem schicken Pullover), der sein Kind, welches gerade laufen gelernt haben muss, vor dem Piratenschiff absetzt und dann laut telefonierend mit einem herumliegenden Fußball herumkickt und sich sicher 20 min nicht weiter für das Kind interessiert, sich dieses dann aber irgendwann zu mir und dem Mini Matrosen gesellt. Alleine rumsitzen ist ja auch blöd.

Dann laufen wir weiter Richtung Gewächshäuser, hier waren wir damals schon. Unser Weg wird gesäumt von vielen Metwrn Brombeersträuchern mit reifen(!) Brombeeren, und so sind wir nicht sonderlich schnell unterwegs 😆

Als wir bei den Gewächshäusern ankommen, stehen da noch Bäumen mit reifen Mirabellen (zu Hause haben wir mit unserem einen Baum ja leider kein Glück) in allen Farben, gelb, hellrot und dunkelrot. Lecker!

Eins der beiden Häuser wird gerade neu gemacht (siehe Baggerbild), eins ist in Nutzung und voll mit Tomaten, verschiedenen Melonen etc. Wer mag, kann das „Wimmelbild“ unten ja mal durchsuchen, was er/sie noch entdeckt !

Als Paul und Kapitän Wirbelwind das Gewächshaus verlassen (die Tür stand offen), springt vor ihnen ein wildes Reh erschrocken zur Seite und verschwindet in den nahe gelegenen Hecken.

Wirklich, Natur pur!

Mal wieder neu renovierte Sanitärhäuser
Ein glückliches Schweineleben!
Hier wachsen dann noch Zucchini und co.
Brombeeren, Mh lecker !!!
Feuerchen machen und grillen

Tag 84 – Hafentag auf Omø (10.08.)

Heute wollen wir mal wieder etwas zur Ruhe kommen, nachdem der gestrige Tag so anstrengend war. Dieser Hafen hier ist wirklich komplett voll mit Deutschen, vor allem deutschen Familien, die natürlich liebend gern den Spielplatz am Hafen nutzen. Volltreffer für die Kids!

Am Nachmittag wollen wir wieder unserem Bewegungsdrang nachgehen und laufen über die halbe Insel bis Omø By, dem kleinen Örtchen, wo es eine Kirche, einen Ententeich und einen Supermarkt gibt. Seit unserem letzten Besuch vor ein paar Jahren, damals noch zu zweit, war dies ein normaler „Tante Emma-Laden“ mit einem Kassierer und eher kurzen Öffnungszeiten. Nun hat der Supermarkt nur noch teilweise einen Kassierer (oder *in) und dann Zeiten, zu denen man mit einer App die Tür öffnet und dann selbst das eingepackte am Ende des Besuchs einspannt. Leider klappt das öffnen der Tür mit der App bei keinem von uns (und wir sind mir 4 Erwachsenen (und vier Kindern) unterwegs, aber zum Glück öffnet uns die Familie, die gerade einkauft, die Tür und lässt uns ein.

Wir entdecken einen anderen Weg zurück zum Hafen und treffen dabei auf eine Weide mit Gallowayrindern (wir glauben deren Fleisch gibt’s vorne am Hafen beim Kiosk zu kaufen…) und freuen uns, noch etwas Anderes sehen zu können.

Abends gehen die Kinder wieder auf den Spielplatz, während wir das Grillen für den Abend vorbereiten. Paul geht zwischendurch mal mit den Kids zum Fähranleger und versucht, einen Blick auf die Malizia zu werfen. Also hier gefällt es uns echt gut, auch wenn hier kaum was ist. Aber die anderen deutschen Familien und der Spielplatz sind zwei sehr schwerwiegende Arguments, um wiederzukommen.

Sieht so Sightseeing auf Omø aus?

Zu verkaufen 😆 Aber Achtung, in Dänemark ja nur an Menschen, die ihren Wohnsitz auch in Dänemark haben

Tag 83 – Auf zur nächsten Insel (09.08.)

Insgesamt haben wir 960,3 Seemeilen zurückgelegt.

Heute waren es:

  • Nur unter Segel: ca. 4,56 sm bei Ø 5,7 Knoten
  • Nur unter Motor: ca. 0,76 sm bei Ø 2,45 Knoten
  • Unter Segel und Motor: ca. 42,02 sm bei Ø 5,81 Knoten

Zeit unterwegs: ca. 8,3 Stunden

Heute soll es schon früh weitergehen. Während der Mini Matrose noch schläft, gehe ich noch schnell duschen und wir fahren los, als sich die meisten Kojen erst langsam öffnen und die ersten Segler langsam aus ihren Booten klettern.

Die Überfahrt von Samsø nach Omø wird sehr anstrengend. Die Wachphasen des Mini Matrosen verbringen wir beide im Salon, auf der Lee-Seite des Schiffes. Da das Schiff sehr gekrängt ist, sind wir auf der Seite, die sich unten befindet, am besten aufgehoben. Die zweite Herausforderung besteht im Stampfen, also Bewegung in fast alle Richtungen, über Stunden.

Wir sind einfach kaputt und froh, als wir auf Omø ankommen. Paul und ich waren vor Jahren schon einmal hier und können uns auch an einiges erinnern. An den mega Spielplatz direkt an den Liegeplätzen, neben den Grillplätzen, jedoch nicht. Der ist wirklich richtig klasse. Bekannte von uns sind heute auch hier angekommen und wir lassen den anstrengenden Tag am Spielplatz ausklingen, und die vier Kinder freuen sich über die grüne Wiese und die tollen Spielgeräte inkl. super Sandkasten (in Schweden ja kaum vorhanden, hier wieder mehr).

Sowas schmerzt das Seglerherz, ein „vergessenes Segelboot“!?

Tag 76 – Von Læsø nach Hals (02.08.)

Insgesamt haben wir 815 Seemeilen zurückgelegt.

Heute waren es:

  • Nur unter Segel: ca. 4,67 sm bei Ø 3,4Knoten
  • Nur unter Motor: ca. 5,07 sm bei Ø 2,2 Knoten
  • Unter Segel und Motor: ca. 22,48 sm bei Ø 6,02 Knoten

Zeit unterwegs: ca. 7,5 Stunden

Wir fahren direkt morgens gegen 9 Uhr los und kommen gut weg von der Mooringleine, denn wir lassen den Motor erst an, als wir sicher sind, dass sich die Leine wieder Richtung Hafengrund abgesetzt hat (eine Leine im Propeller wäre eine Worst Case, insbesondere bei den Temperaturen, wenn man keinen Neopren dabei hat 🙈).

Das Wetter hat umgeschlagen, gestern noch schöner Sonnenschein und Badewetter (leider hatten wir für Letzteres nicht genügend Zeit), hat es heute Nacht angefangen zu regnen und zu gewittern. Dieses Wetter wird uns die nächsten Tage noch begleiten, denn es hängt ein Tief über Dänemark, was noch Sturm bringen wird. Also müssen wir bei dem Versuch, Strecke Richtung Süden zu machen, sehr auf geeignete Wetterfenster achten. Daher sitzen wir nun jeden Abend lange zusammen und überlegen, wann und wie und wohin es weitergehen soll. Ich sehe langsam immer mehr ein, dass Kopenhagen keinen Sinn mehr macht und wir die Küste Jütlands herunterfahren werden und ggf. Ein paar Inseln auf dem Weg besuchen werden. Ob es dann an Fünen entlang gerade herunter (oder links dran entlang an Flensburg vorbei) oder doch eher Richtung Falster gehen wird, wird sich in den nächsten Tagen zeigen müssen.

Der Hafen in Hals bietet eine gute Einkaufsmöglichkeit und zwei tolle Spielplätze (zu den Themen Vögel und der andere ein Piratenschiff). Das Vorhandensein eines Spielplatzes steht bei uns bei der Hafenauswahl sehr weit oben auf der Prio-Liste.

Wir bekommen einen der letzten Plätze und beim Anlegen bekommen wir wieder Hilfe, diesmal von einem Berliner, der derzeit Einhand unterwegs ist und im nächsten Etappenziel Kopenhagen wieder Mitsegler an Bord nehmen wird. Seinen Verein kennen wir ganz gut, hier haben wir jahrelang den Mast unseres bisherigen Schiffes gelegt oder gestellt. Er kommt gerade aus Schottland, wo der durch den Caledonian Canal gefahren ist (auch mit Crew). Beim Austauschen merken wir, dass er selbst Einhand bei deutlich mehr Wind unterwegs ist als wir es derzeit machen würden, auch gegen Welle trotz kleinerem Schiff. Er hat ja auch keine Kinder an Bord, sondern ist gerade in den Ruhestand gegangen und erfüllt sich mit der Reise einen Traum. Seine Frau ist in Berlin und muss arbeiten.

Robben
toller Spielplatz in Hals
Wenn alle Kanonen mit Blumen schießen würde , wäre die Welt wohl ein besserer Ort.
Das Glas eines Leichtturms mal von ganz nah anschauen können (Fresnellinse)

Tag 75 – Irgendwann muss es südwärts gehen… (01.08.)

Insgesamt haben wir 783 Seemeilen zurückgelegt.

Heute waren es:

  • Nur unter Motor: ca. 27,7 sm bei Ø 5,75 Knoten
  • Unter Segel und Motor: ca. 11,09 sm bei Ø 4,97 Knoten

Zeit unterwegs: ca. 7 Stunden

Heute soll es Richtung Dänemark gehen. Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht; wir hatten geplant, an der schwedischen Küste runterzufahren, in Falkenberg zu halten (hier hatte ich im Gymnasium eine Austauschswoche mit einer ganz lieben schwedischen Familie) und einige Tage in Kopenhagen zu genießen. Nach Kopenhagen hatten wir es vor den Kindern schon einige Male geplant, aber nie dorthin geschafft. So soll es wohl auch weiter bleiben.

Die zumeist vorherrschenden Westwinde bedeuten leider, dass auf der schwedischen Westseite die möglichen Wellen eine langen Anlauf haben, wenn der Wind aus Dänemark herüberweht, was er meist tut.

Wir fahren morgens los und tanken erstmal an der gegenüberliegnen Seite der Insel neuen Sprit.

Wir kommen ganz gut rüber und legen gegen halb 4 am Nachmittag auf Læsø an (gehört schon zu Dänemark, nördlich von Anholt). Die Fahrt war lang, dennoch werden wir beim Anlegen nochmal herausgefordert. Die seitlichen Liegeplätze sind nur für Schiffe über 14 Meter reserviert und wir sehen schnell, dass alle anderen Plätze nur mit Mooringseilen ausgestattet sind. Absolute Premiere für uns, die wir aber auch gern herausgezögert haben. Bei diesen Liegeplätzen sind Seile vom Steg (Bugseite) nach hinten zu einer Boje unter Wasser gespannt und die Aufgabe besteht darin, den Bug am Steg festzumachen (wie sonst auch) und dann mittels eines Bootshakens diese (naja, sie ist halt dauernd im Wasser, also), grüne, glipschig-Schleimige Leine zu schnappen und diese hinten am Schiff zu befestigen, um auch nach hinten fest zu sein. Es ist zwar wirklich etwas eklig, aber gelingt.

Von der Landschaft haben wir einen kurzen Schreck: Wir waren die letzten Wochen nur felsige (wunderschöne) Landschaften gewohnt, wenig Sand, keine Gräser, und nun stehen wir auf dieser Insel mit Sandstränden und vielen Strandgräsern. Die paar Kilometer machen einen so großen Unterschied in der Landschaft aus, eigentlich Wahnsinn.

Ich war als Kind viel in Dänemark im Urlaub und liebe die (häufigen sehr weitläufigen und leeren) Strände. Aber die schwedische Landschaft ist etwas Besonderes, welche wir in Deutschland nicht kennen und schon sehr in ihren Bann gezogen hat.

Badehäuschen am Wasser, Wohnhaus oben auf dem Fels. Ja, so kann man es sich gut gehen lassen!
Versteckenspielen =)
Ankunft auf Læsø
Erste Amtshandlung: Dänisches Softeis genießen

Tag 74 – Inselhopping per Schnellfähre, Mobilität auf Schwedisch!

Dem Mini Matrosen geht es leider nach 2-3 Tagen Entspannung und nur erhöhter Temperatur kurzweilig in der Nacht wieder schlechter. Nach dem Infekt, den beide Kinder hatten mit Fieber und beim Großen Erbrechen, scheint der Kleine das nächste zu haben, und wir wissen auch, was es ist, nachdem nach ca. 3 Tagen (leider auch wieder vermehrt und am Tage) Fieber dann zum Ende hin nochmal 3 Tage Hautausschlag dazukommen, ein Glück nicht juckend. Aber er weint viel, ist sehr anhänglich, es geht ihm einfach nicht gut, er schläft teilweise mehr und ist einfach mies drauf.

Wir sind entsprechend auch ziemlich runter mit den Nerven und nachmittags teilen wir uns wieder auf, Paul und Kapitän Wirbelwind fahren nochmal mit der Fähre und ich habe während des Nachmittagsschläfchens im Buggy mal die seltene Gelegenheit, ein paar Seiten in einem Buch lesen zu können. Wir hoffen, dass der Kleine ganz bald wieder gesund sein wird!

Wir haben es doch noch gefunden, ein leckeres schwedisches Eis: Lejonet & Björnen

Styrsø in der Nacht, mit der Drohne aufgenommen, mit dem beleuchteten Steg, der an einem kleinen Strand endet

Tag 73 – Welch schöne Schäreninsel, Styrsö!

Die zwei Kinder und ich gehen heute hoch in den Ort Bretten, wo es eine Kirche und einen Coop (Supermarkt) gibt. Ansonsten süße Straßen und viele herumdüsende Caddys.

Wer ein wenig über die Insel erfahren möchte, findet hier eine eigene Webseite auf Deutsch: https://www.hembygd.se/styrso/info-für-besucher-der-styrso

Paul baut währenddessen den in Göteborg erworbenen Wechselrichter ein und verpasst daher das schöne Städtchen. Einmal biegen wir in eine geheimnisvolle Gasse ab, und finden uns auf einem süßen kleinem Privatsteg wieder, direkt zwischen vielen schönen Häusern, die einen wunderschönen direkten Meerblick haben. Wissen diese Menschen eigentlich, wie wunderschön sie wohnen?????

Nachmittags nehmen wir eine Schnellfähre und düsen durch die Schären, zum ÖPNV-Preis! Kapitän Wirbelwind ist begeistert und so sehen wir noch einige der nahegelegenen Schäreninseln. Das Wetter ist leider durchwachsen und als wir das zweite Mal aussteigen, fängt es an zu regnen und wir entscheiden kurzfristig, direkt mit der nächsten Fähre in 20 min wieder zurückzufahren, diesmal eine direkte Verbindung zurück.

Kirche von Bratten, leider geschlossen

Der Rettungswagen kommt mit dem Rettungsboot