Ich hatte bei Maps gelesen, dass der NABU auf Graswarder im Sommer zweimal täglich Führungen und Vogelbeobachtungen anbietet. Wir waren nun schon so häufig in Heiligenhafen und auf Graswarder, dass wir gern etwas erfahren möchten über die Flora und Fauna hier.
Die Führung geht ganze 2 Stunden und das ist schon das äußerte mit zwei kleinen Kindern. Der Führer ist hier ehrenamtlich tätig und studierter Biologe, leider wirklich nicht sympathisch- heute war sein letzter Tag (ihre Einsätze gehen immer 2 Wochen am Stück und dann kommt jemand Anderes), vielleicht war er auch nur erschöpft von den 14 Führungen, die er in kurzer Zeit gegeben hatte.
Wir lernten einiges über die Pflanzen hier, er klärte uns, dass die Hundsrose (Rosa canina),
die nahezu jeder mit der Ostseeküste in Verbindung bringt, eigentlich nicht hierhergehört ( und invasiv ist) und andere Pflanzen überwuchern kann und damit eine Gefahr für die einheimische Flora darstellt.
Wir beobachten sogar einen Grünschenkel mit dem Ferngas, welches wir mitgebracht haben (man kann sich sonst auch vom NABU welche ausleihen), dieser ist wohl nicht sehr häufig während der Führungen zu sehen.
Der Führer erzählt, wie der Mensch in die Natur eingreift, Lebensräume begrenzt und der Tourismus immer mehr Raum einnimmt und Müll hierherbringt.
An der Salzwiese können wir kleine grüne Queller probieren, die hier die Wiese besiedeln und etwas knackig und salzig schmecken, Kapitän Wirbelwind nimmt sich etwas Proviant davon für den Aufstieg auf den Vogelbeobachtungsturm mit.
Hier ein Überblick über die Vögel auf dem Graswarder:
Das Naturschutzgebiet Graswarder ist ein global bedeutender Rast-, Brut- und Überwinterungsplatz für zahlreiche Vogelarten. In dieser einzigartigen Lagunen-, Strandwall- und Salzwiesenlandschaft brüten im Frühjahr über 40 Vogelarten – und etwa 180 weitere Arten nutzen das Gebiet während Zugzeiten oder im Winter als Raststation.
Brütende Arten (vor allem März bis Mai): Feldlerchen und Rauchschwalben, Graugänse und Brandgänse, Austernfischer, Säbelschnäbler, Sturmmöwen (teils mehrere hundert, eine der größten Brutkolonien an der Ostsee)
Zug- und Überwinterungsgäste (ca. 180 Arten insgesamt)
- Strandläufer
- Nordische Entenarten (z. B. Mittelsäger, Eiderenten)
- Rotschenkel
- Küstenseeschwalbe
- Weitere: Großer Brachvogel, Pfuhlschnepfe, Sanderling, Kiebitzregenpfeifer
- Auch Eiderente, Mittelsäger, Weißwangengans, Singschwan, Brandgans
- Hinzu kommen Arten wie Bluthänfling oder weitere Singvögel wie Wiesenpieper in Zugzeiten
Grünschenkel (Tringa nebularia):
- Status: Regelmäßiger Durchzügler am Graswarder während der Zugzeit.
- Lebensraum: Flache Uferzonen, Brackwasser, Lagunen – also typisch für den Graswarder.
- Erkennbar: Graubraunes Gefieder, lange grüne Beine, helle Unterseite, pfeifender Ruf.
Paul bemüht sich auf der Rücktour zum Schiff, dass der Mini Matrose nicht nochmal einschläft, da wir gleich an Bord alle zusammen Mittagsruhe machen möchten (und nach dem vielen Input der Führung auch müssen 😆), und so habe vor allem ich Glück und wir können die Pause wirklich alle nutzen, um uns auszuruhen oder wie im Falle von uns Eltern, etwas Schlaf der letzten Nächte nachzuholen, naja wenigstens ein kleines bisschen davon.
Am Nachmittag spielen wir auf dem Schiff und kochen. Action hatten wir heute genug. 😀














