Tag 97 – Es geht in die Trave (23.08.)

Am Vormittag zieht Julia mit Kapitän Wirbelwind und dem Mini-Matrosen los – Spielplatz und ein Abstecher zu Rossmann stehen auf dem Programm. Ich bleibe am Boot und nutze die Zeit für ein paar Handgriffe. Unser Kühlschranklüfter hatte in den letzten Tagen ein merkwürdiges Lagergeräusch von sich gegeben. Also schraube ich das gute Stück auseinander und mache mich an die Fehlersuche.

Julia versucht währenddessen, im Drogeriemarkt ein passendes Öl zu finden – leider ohne Erfolg. Also probiere ich es später selbst noch einmal. Mit etwas Unterstützung von ChatGPT finde ich schließlich bei Rossmann ein Babyöl von Penaten, mineralölbasiert und damit – laut ChatGPT – im Grunde nichts anderes als kosmetisch aufbereitetes Lageröl. Damit öle ich den Lüfter, und siehe da: Er läuft wieder leise und rund. Manchmal sind es die kleinen Improvisationen, die den Tag retten.

Zur Belohnung gibt es anschließend noch ein Eis in der Eisdiele, bevor wir zurück zum Boot gehen. Jetzt soll es endlich weitergehen!


Neustadt – ein letzter Tankstopp

Unser Kurs führt uns heute in die Trave. Zuvor legen wir noch einen Tankstopp in der Marina von Neustadt ein – das erste Mal seit Schweden. 118 Liter haben wir seitdem verbraucht, für Motor und Dieselheizung zusammen. Wahrscheinlich wird das auch das letzte Mal tanken in dieser Saison sein.

Und während die Zapfpistole läuft, schleicht sich schon ein wenig Wehmut ein. Das Gefühl, dass es nun auf die Zielgerade geht, wird stärker. Alles geht plötzlich so schnell – bald sind wir wirklich wieder zu Hause.


Ankern wie im Auenland

Bei ordentlicher Welle segeln wir über das Haff. Zunächst wollen wir in der Pötenitzer Wiek ankern, entscheiden uns dann aber spontan, noch ein Stück weiterzufahren. Schließlich fällt der Anker am Dummersdorfer Ufer – einem Naturschutzgebiet mit Strand, grünen Hängen und einer Wiese, die uns fast ein bisschen ans Auenland erinnert. Ein wunderschöner Platz für die Nacht – und vielleicht der richtige Ort, um diese Reise langsam ausklingen zu lassen.

Auf der Zielgeraden kurz vor Travemünde
Wir segeln an der „Passat“ vorbei – hier findet Ende kommender Woche die Hochzeit statt, wegen der wir überhaupt nach Travemünde kommen
Traumhaftes Segelwetter

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