Dieser Tag ist merkwürdig.
Paul geht für seine Morgentoilette wie jeden Morgen zum Hafengebäude- diesen Morgen jedoch kommen ihm auf dem Weg zwei Menschen entgegengerannt und er merkt, irgendetwas stimmt nicht, also er hinterher. Es stellt sich heraus, dass ein paar Schiffe neben uns ein 63-jähriger Mann ebenfalls auf dem Weg zum Sanitärgebäude war und beim Rübersteigen über den Bug (leider hatten sie keine Leiter wie wir) ausgerutscht oder danebengetreten ist und mit dem Kopf entweder auf den Anker oder den Steg geknallt ist. Als Paul dazukommt, ist er bewusstlos, hat einen blauen Kopf und einige andere versuchen gerade, ihn aus dem Wasser auf den Steg zu ziehen.
Es kommen: DLRG, DGzRS (hat zwei Stege weiter ein großes Schiff und ihr Tochterschiff, letzteres rückt aus), Feuerwehr/ Rettungswagen und Polizei.
Es gelingt und wir versorgen dann die Leute von der DLRG noch mit frischen trockenen Handtüchern, die ja ins Wasser gesprungen sind.
Paul erzählt mir alles (so gut es eben geht wenn große Kinderohren zuhören) und wir sind danach, sei es beim Frühstück oder beim gemeinsamen Spaziergang zur Seebrücke, mit unseren Gedanken bei dem armen Segler und es herrscht lange eine sehr gedrückte Stimmung, aber die frische Luft hilft etwas. Der Segelfreund, der mit an Bord war, erfährt lange nicht, wie es seinem Freund geht, er ist ja kein naher Angehöriger. Der Rettungsdienst teilt den Helfern nur mit, dass es eine ernste Verletzung sei. Paul fürchtet, dass der Weg zum Krankenhaus nicht einmal für ihn sicher sein könnte, diesen zu überleben.















Das Unglück des gestürzten Seglers berührt mich schon. Schön, dass da Menschen sofort geholfen haben und nicht ignorant gehandelt haben! Hoffentlich hat er doch Glück gehabt und den Sturz überlebt!