Tag 35 – Göta Kanal, wir kommen!

LOGBUCH – ÜBERBLICK

Insgesamt haben wir 592 Seemeilen zurückgelegt.

Heute waren es:

  • Unter Segel: ca. 21,64 sm bei Ø 3,3 Knoten
  • Unter Segel und Motor: ca. 19,26 sm bei Ø 5,54 Knoten
  • Nur unter Motor: ca. 8,02sm bei Ø 4,8 Knoten
  • 1 Schleuse

Zeit unterwegs: ca. 10 Stunden

WETTER & BEDINGUNGEN

  • Wind: 10 Knoten
  • Wellenhöhe: ca. 0m

Wir verlassen die heutige Bucht namens Starrängsviken schon früh, wir möchten heute bis zum Start des Göta Kanals in Mem kommen. Wir hatten uns entschieden, von Ost- nach Westschweden zu fahren, natürlich geht auch die andere Richtung. Wir melden uns im Hafenbüro in Mem an (die Kanalgebühr hatten wir zum Frühbucherpreis bereits im März bezahlt, alle Häfen entlang des Kanals sind inkl. aller Einrichtungen inklusive).

Wir werden nun in vielen Schleusen hochgeschleust, bis wir am Vikensee den höchsten Punkt erreichen (zwischen Forsvik und Tåtorp bei 91,8 m über NN), ab da werden wir wieder abwärts geschleust. Insgesamt sind es 58 Schleusen (und 47 Brücken) auf dem Göta Kanal, die wir bezwingen wollen, im Anschluss kommt noch der Trollhätte Kanal, der allerdings deutlich kürzer ist, und dann bei Göteborg endet.

Für heute reicht uns aber diese eine, erste Schleuse. Uns fällt direkt auf, die freundlich und hilfsbereit die Schleusenwärter und -wärterinnen sind. Es sollen so ca. 100 pro Saison sein, fast ausnahmslos junge Leute, viele Studenten, die in ihren Sommerferien einen sicherlich tollen Ferienjob machen können. An der Kasse sitzen ist sicherlich nicht so toll wie der Kontakt mit den Bootsfahrern, die tolle Natur und Landschaft um einen herum und die frische Luft die ganze Zeit.

Als wir ankommen an der Schleuse in Mem, ist es ziemlich windig und ich gehe mit beiden Leinen von Bord, um erstmal festzumachen, denn wir sehen, dass die Schleuse noch zu ist (bzw. gerade mit anderen Schiffen schleust). Paul befürchtet aufgrund des Windes, dass ich die Achterleine nicht gehalten bekomme, bevor ich sie belegen kann und rennt an Bord, um mir zu helfen von dort aus, und stürzt so blöd auf seine linke Hand, dass wir danach die offene Wunde erstmal versorgen müssen.

Die Schleusung selbst klappt gut und wir sind froh, als wir nach 10 h dann direkt im Hafen von Mem festmachen können. Mehr als die Schleuse, das Hafenbüro und ein paar Privathäuser ist hier nichts los, das Restaurant unter dem B&B hat noch geschlossen (dabei ist schon Hochsaison). Das Wetter ist auch nicht so schön und es nieselt, daher verziehen wir uns dann schnell ins Schiff und sind gespannt, wie es morgen wohl weitergeht.

Die Burg von Stegeborg, an der wir vorbeisegeln
Erste Schleusen
Ich gehe von Bord und nehme Vor- und Achterleine mit, lege beide über die Ringe, lege den Ring jeweils zu mir um und lasse Paul die Leinen an Bord zu sich ziehen mittels Winch. Dann heißt es für mich warten, bis die Schleusung endet und ich wieder nach Rücksprache mit Paul losmache.

Schleusen in Deutschland bedeutet immer, dass ich an Bord geblieben bin, hier läuft es anders!

Nach dem Schleusen oben im Hafen
Das „Magazin“ ist leider noch geschlossen. Aber Übernachtungen sind wohl schon möglich.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert