Tag 22 – Auf nach Trosa

LOGBUCH – ÜBERBLICK

Insgesamt haben wir 399,43 Seemeilen zurückgelegt.

Heute waren es:

  • Unter Segel: ca. 20,6 sm bei Ø 4,28 Knoten
  • Nur unter Motor: ca. 2,83sm bei Ø 2,11 Knoten

Zeit unterwegs: ca. 6,16 Stunden

WETTER & BEDINGUNGEN

  • Wind: im Mittel 10-17Knoten
  • Wellenhöhe: ca. 0-0,5m

Wir fahren wieder gegen halb 10 los, Ziel Trosa, eins meiner Highlights auf der Reise (da wir nur die Ostküste kennen, kann ich natürlich nur davon sprechen; sicherlich werden dieses Mal viele weitere Highlights dazukommen).
Wir haben schönes Segelwetter und Paul liefert sich ein kleines „Rennen“ mit einer Einhandseglerin (und vier Pfoten☺️) , beginnend aber erst damit, dass sie uns überholt. Das weckt seinen Ehrgeiz (und natürlich meine dummen Sprüche dazu, weil er sich nämlich sonst immer gern mit anderen Schiffen misst und die perfekte Segelstellung sucht, um die bestmögliche Geschwindigkeit zu erzielen.
Wir sind alle gut gelaunt an Bord und machen 90er Partymusik an, zu der wir alle 4 ausgelassen tanzen (der Mini Matrose natürlich auf meinem Arm). Ich sage nur: I‘m a Scatman!

Je näher wir Trosa kommen, desto dunkler wird der Himmel, es ist Regen vorhergesagt.
Der Hafen ist noch ziemlich leer, er wird bei unserem nächsten Besuch in einigen Tagen sicherlich schon voller sein – insbesondere weil wir den nächsten Besuch über Midsommar planen. Zunächst legen wir vorwärts an, es gibt eine Heckboje, an der wir mit einer Heckleine festmachen. An Land kommt man so nur über das Klettern vorbei am Vorstag, auf den Anker und rückwärts runtersteigen. Leider ist hier das Land sehr tief- eine gute Gelegenheit für unseren alten Plastikhocker, den uns die Voreigner des Schiffes mitgegeben hatten.
Leider steigt Paul schräg auf diesem drauf und es macht Knacks!- mit drei Beinen ist er aber leider nicht mehr zu gebrauchen. Wie jetzt von Bord kommen???
Die Entscheidung fällt kurzfristig, wir drehen das Schiff um- und fahren rückwärts ans Land ran. So können wir die Badeplattform herunterklappen und sehr bequem von Bord (besser geht’s wirklich nicht). Das Manöver mit dem Umdreher ist ein wenig chaotisch, das Schlauchboot, welches am Heck befestigt war, knote ich kurzerhand an Backbord, diese Leine verfängt sich beim Zurückfahren dann aber mit der Boje und ich frage mich kurz, während ich versuche, die Leine wieder abzuknoten, obwohl sie schon komplett unter Spannung durch die Boje ist, wer wohl stärker ist, die Leine, das Schlauchboot oder die Boje- und zum Glück gelingt es mir. Dann muss ich auch schon wieder zurückrennen. Ja Action ist beim An- und Ablegen immer mal wieder gegeben. Schlussendlich klappt das Rückwärtsanlegen dann aber gut und ich bin froh, dass wir alle von Bord gelangen können. Glück gehabt, nun fängt es an zu schütten und wir nutzen die Zeit für ein Mittagessen.

Später gehen wir noch von Bord und der anderen Familie hinterher, die mittlerweile neben uns angelegt hat, und die sich mit ihren Freunden hier ein weiteres Mal trifft. Sie haben eine Eisdiele aufgetan, wo man den erneut auftretenden Regen abwarten kann. Unser Kapitän Wirbelwind spielt und tobt mit dem 5-jährigen Sohn der anderen Familie, bis wir zum Abendessen zum Schiff zurückkehren.

Ein altes Telefon-Häuschen, was heute als Ort zum Büchertauschen verwendet wird.
Ein Militärboot, was uns ganz ordentlich durchgeschaukelt hat.
Ein Kohlefrachter, der in Oxelösund entladen wird.
Hinter uns zieht ein Schauer durch
Viele Häuser in Schweden liegen direkt am Wasser mit eigenen Steg.
So früh ist der Steg in Trosa nicht ganz leer.
Direkt unter dem Steg wohnt eine Schlange oder Schleiche.

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