Unter Segel und Motor: ca. 1,25 sm bei Ø 5,43 Knoten
Zeit unterwegs: ca. 7,2 Stunden
Wir sind heute mal wieder recht lange unterwegs und es ist sehr bedeckt, wir sehen heute kaum Sonne. Es ist zeitweise recht schaukelig und wir sind mit über 8 Knoten Geschwindigkeit echt schnell, haben zeitweise aber auch gut Welle von vorne, sodass das Schiff ordentlich zu stampfen hat.
Julia und der Mini Matrose haben aber Glück, zu den Zeiten, wo es besonders schaukelig ist, sind grad die Schläfchen angesagt, sodass sie in der Waagerechten die angenehmste Position haben. Kapitän Wirbelwind und ich sind oben in der Plicht und hören Kinderhörbücher. Das können wir stundenlang tun und haben auch schon sehr viele Geschichten durch. Paddington, Sams (diverse), Das kleine Gespenst, die kleine Fledermaus Wegda etc…
Der Abend, als die Kinder schlafen, wird teilweise sehr stürmisch und der Wind pfeift durch die Masten. Wir beide nutzen die kuschelige Atmosphäre (na immerhin wenn man drinnen ist) und schauen einen schönen Film zusammen. Seltenes Vergnügen, meist verbringen wir die kurze Abendzeit zusammen mit Geschirrspülen, Segelroute mit Wetter besprechen, Wäsche zusammenlegen oder aufräumen vom Tag. Oder eben mit dem Schreiben des Blogs, was aber daher nicht jeden und auch nicht jeden zweiten Tag klappt.
Verstecken spielenIn Grenaa, wenn man für seinen Stegtritt eine Eingravierung mit dem Modellnamen beauftragt, dann stelle ich mir vor, hat man keine ernsthaften Probleme im Leben – schöne Vorstellung.
Der heutige Tag ist schnell zusammengefasst, es ist vor allem wolkig, manchmal zeigt sich die Sonne für kurze Zeit. Wir verbringen den Tag mit aufräumen („Klar-Schiff-machen“), Spielplätze, einkaufen, abends grillen. Eine kurze Pause auf dem Weg nach Süden.
Die Grillterrasse des Segelclubs mit neuen Weber Gasgrills darf man mitbenutzen… machen wir- es gibt mal wieder Burger seit Längerem
9 Schleusen (3 x Doppel- und einmal 3er Schleusentreppe)
Zeit unterwegs: ca. 1,92 Stunden (ohne Schleusen)
Morgens fahren wir kurz nach der Schleusen- und Brückenöffnung los und passieren drei Doppelschleusen und eine Dreierschleuse bergabwärts. Das ist gar nicht ohne, aber auch diese meistern wir wieder gut. Es zeigt sich, dass das Schleusen mit guter Vorbereitung (Winschen, Leinen, Kinder) und guter Kommunikation keine große Hürde bedeuten muss – bei gewissen Temperaturen aber natürlich dennoch anstrengend ist.
Wir kommen gegen Mittag in Norrqvarn an und nach der Mittagsruhe heißt es direkt: Badesachen an und ab zum Minikanal (dieser liegt ca. 20 m vom Steg entfernt ;-). Zum Glück wussten wir vorab davon und hatten ein Boot mitgenommen bzw. in Kalmar gekauft. Ansonsten können hier die Kinder auch Boote zum Spielen ausleihen. Dieser Minikanal des Göta Kanals ist ein absolutes Highlight für die Kinder am Göta Kanal. Bei den derzeitigen Temperaturen von ca. 24 Grad C (kaum Wind, die Wärme staut sich eher) ist das kühle Wasser des Kanals eine schöne Abkühlung für die Kids.
Mehr als den Mini Kanal, ein Hotel (zu dem gehört der Mini Kanal, den man aber kostenlos nutzen darf) und die Schleuse Norrqvarn gibt es in dem Örtchen nicht.
Wir verlassen morgens den Holzsteg und machen uns auf Richtung Töreboda. Wir wissen noch nicht, wo wir heute anhalten werden, sondern fahren erstmal los.
Wir kommen nach Töreboda und es gefällt uns gar nicht, es ist sehr industriell hier. Wir fahren weiter und kommen in eine schönere Gegen des Städtchens, sehen Spielplatz, Parkgolf und Eisladen und halten spontan an. Hier wollen wir die nächste Nacht verbringen – zudem gibt es einen Coop-Supermarkt direkt um die Ecke.
Heute ist es mit 23 Grad C sommerlich warm und wir essen mit leckeren Sommerrollen, für die ich im Supermarkt noch schnell Mango kaufen gehe, ein tolles Gericht für warme Tage – Kapitän Wirbelwind ist auch sehr angetan.
Den Nachmittag verbringen wir dann ganz entspannt bei Parkgolf, Eisessen und Spielplatz – und kosten alles aus, was uns vom Wasser aus schon von diesem Liegeplatz überzeugt hatte!
An diesem Naturarm haben wir übernachtet, leider gab es kein Brennholz am GrillplatzBeim Genauerhinsehen sieht man die Schaukel über de Wasser Brückenöffnung
Heute Vormittag besuchen wir Forsviks Bruk, welches wir gestern bereits entdeckt hatten und den Besuch für mehr Zeit auf den heutigen Vormittag gelegt hatten.
Das Internet weiß Folgendes zu: Forsviks Bruk ist ein historisches Industriegebiet in Forsvik, einem kleinen Ort in der Gemeinde Karlsborg in Västergötland, Schweden. Es handelt sich um eines der ältesten industriellen Zentren des Landes mit Wurzeln bis ins 13. Jahrhundert. Heute ist es ein industrielles Freilichtmuseum und ein bedeutendes Kulturdenkmal.
Wichtige Informationen zu Forsviks Bruk:
• Historie: Bereits im Mittelalter wurden hier Mühlen und Schmieden betrieben, und ab dem 17. Jahrhundert entwickelte sich Forsviks Bruk zu einem wichtigen Zentrum für Eisenverarbeitung, Maschinenbau und Schiffbau.
• Industrie: Hier wurden u.a. Maschinen, Getriebe, Sägewerke und sogar Schiffe gebaut – besonders im 19. Jahrhundert hatte Forsvik eine große wirtschaftliche Bedeutung.
• Kanalnähe: Forsvik liegt am Göta-Kanal, was den Transport und Handel stark erleichterte.
• Heutige Nutzung: Heute ist das Gebiet ein Teil des Kulturerbes Västra Götaland. Man kann dort historische Werkstätten, Ausstellungen, Maschinen und Anlagen besichtigen. Es finden auch kulturelle Veranstaltungen, Führungen und Handwerksvorführungen statt.
Sehenswürdigkeiten vor Ort:
• Alte Gießerei, Maschinenwerkstatt, Schiffswerft
• Restaurierte Industriegebäude
• Kulturzentrum mit Führungen und Ausstellungen
• Nähe zur ältesten Schleuse des Göta-Kanals (erbaut 1813)
Forsviks Bruk zeigt eindrucksvoll die Entwicklung der Industrialisierung in Schweden und ist ein lohnendes Ziel für alle, die sich für Geschichte, Technik oder Kultur interessieren.
Dieser Ort gefällt uns sehr gut, besonders Eindruck auf Kapitän Wirbelwind macht die Wassermühle auf dem Außengelände.
Auf dem Rückweg sprechen wir mit dem Shcleusenwärter, er meint, wir könnten noch eine knappe Stunde zur Einfahrt der Schleuse kommen mit dem Schiff, danach erwarten sie erstmal ein Passagierschiff und es gäbe eine Pause für Sportboote. Daher machen wir nur einen kurzen Abstecher auf den komplett neu gebauten Spielplatz und fahren dann los.
Heute gehts noch bis zu einem Naturarm des Göta Kanals, in dem man an einem Holzsteg festmachen kann, in der Nähe des Denkmals (siehe Foto) – hinlaufen trauen wir uns nicht, das Gras wächst ungefähr hüfthoch und wir scheuen Zecken und Co.
Heute haben wir mit der Schleuse Forsvik den höchsten Punkt der Reise erreicht mit 91,8 m- man beachte, dass wir mit dem Start in Mem bei 0 Metern (Meeresspiegel!) lagen.
Zu diesem Bergfest backen wir einen Spagetti-Erdbeer-Kuchen, an wir wir mit drei 2,5 Personen 3 Tage lang zu essen haben.
Sehr alte BootsmotorenEine wirklich abenteuerliche Schleuse; die Schleuse wurde aus dem Stein gehauen. Die Wände sind extrem ungleichmäßig. Wir mussten echt aufpassen, das die Fender nicht in Steinlöchern verschwinden.Unfassbar schön, aber auch extrem schmal, weil auch aus dem Stein gehauen.Einfahrt in den See Viken Begegnung mit der JunoDenkmal für die Erbauung des Göta Kanals
Vormittags gehen wir zum Spielplatz und zum Minigolf (diesmal das in Deutschland bekannte Bahnengolf) spielen. Gegen Mittag legen wir ab und fahren die kurze Strecke rein in den Kanal nach Forsvik. Diese Station wurde uns durch die Familie von der Küste mit den zwei Jungs empfohlen, die den Kanal letztes Jahr durchfahren haben. Hier bekommen wir den letzten Hafenplatz, bisher hatten wir tatsächlich noch keine Probleme mit der Hafenfülle, es wurde uns aber schon berichtet, dass viele Häfen gut gefüllt bis voll sind. Man spürt, dass die Hauptsaisonzeit des Kanals läuft.
Wir sehen, dass die andere Familie ebenfalls ankommt, aber nicht direkt anlegen kann, weil sie keinen Platz findet. Wir erhalten die Info, dass sie dann weiterfahren würden.
Schade, das war anders geplant. Nach einiger Zeit warten beschließen wir, zur Forsvik Bruk zu kaufen, keine 10 min vom Hafen entfernt. Hier laufen auch kleine Gleise vom Hafen bis zum Industriegelände und die beiden großen Männer sind fleißig dabei, die Weichen umzustellen und haben großen Spaß daran. Der Eisenbahnschuppen steht offen und so schauen wir uns um und sind etwas traurig, mit solch einer Bahn nicht fahren zu können, zumal noch Fahrtpreise dranstehen Vermutlich veraltet.
Wir laufen weiter und plötzlich rennt Paul zurück und stellt die Weiche zurück, wir wissen zunächst nicht, wieso. Wir biegen um die Kurve und sehen tatsächlich eine kleine Bahn, bisher halb gefüllt, der Dieselmotor läuft. Wir fragen den Zugführer, ob es möglich wäre, mitzufahren, und er stimmt direkt zu – er fährt exklusiv für eine Touristengruppe und sollte noch Platz sein, können wir gern mitfahren. Natürlich haben wir mal wieder unser Bargeld vergessen – aber er winkt ab, nicht nötig. Wir freuen uns und fahren mit ihm Richtung Hafen und wieder zurück. Kapitän Wirbelwind darf sogar auf der Rückfahrt die Weiche Richtung Lokschuppen umlegen. Da strahlt das Kinderherz!
Wir schauen uns etwas um und laufen dann zur Schleuse, das Forsvik Bruk planen wir uns morgen anzusehen. Die Schleuse Forsvik wird morgen der höchste Punkt unserer Reise sein und die letzte Schleuse, bei der wir nach oben schleusen. Wir versuchen uns einen Eindruck zu machen, was beim Runterschleusen zu beachten ist.
Vormittags gehen die zwei großen Männer mit den anderen durch den Wald spazieren. Dafür müssen sie erstmal eine Felswand hochklettern.
Am späten Vormittag legen wir ab und verabreden uns für den folgenden Tag in Forsvik, einem kleinem Hafen, der uns von der Familie zu Beginn mit den zwei Jungs empfohlen wurde.
Wir fahren heute nach Karlsborg, einer Kleinstadt am Vätternsee, wo alle durch müssen, die durch den Götakanal weiterfahren wollen.
Zu Beginn versuchen wir noch zu segeln, dann wären wir aber sehr langsam und wir möchten heute noch durch die geöffnete Brücke und dann noch zur Festung Karlsborg. Diese ist heute eher eine Militäranlage.
Dazu erstellt Chat GPT folgenden Text:
Die Festung Karlsborg ist eine historische Militärfestung in Schweden, die sich am Westufer des Vätternsees in der Provinz Västra Götalands län befindet. Sie wurde im 19. Jahrhundert erbaut und ist eines der größten Bauprojekte der schwedischen Militärgeschichte.
🏰 Kurze Geschichte der Festung Karlsborg
Bauzeit: 1819–1909 (fast 90 Jahre Bauzeit!)
Idee: Die Festung war Teil der schwedischen Verteidigungsstrategie nach den Napoleonischen Kriegen. Schweden hatte große territoriale Verluste erlitten und wollte das Land künftig besser schützen.
„Reservehauptstadt“: Karlsborg war als sicherer Rückzugsort für König, Regierung und Goldreserven im Kriegsfall geplant – also quasi als Ersatz-Hauptstadt im Notfall.
Lagevorteil: Ihre zentrale Lage in Schweden, nahe dem Götakanal, machte sie strategisch wertvoll und schwer zugänglich für Feinde.
(…)
🔧 Militärische Nutzung
Wurde nie in einem Krieg aktiv eingesetzt.
Diente später als Ausbildungsort für verschiedene militärische Einheiten (u.a. Fallschirmjäger, Signaltruppen).
Heute noch teilweise militärisch genutzt, aber auch für die Öffentlichkeit zugänglich.
(…)
Wir laufen eine halbe Stunde zur Festung und stellen dann fest, dass das Museum inhaltlich nicht für Familien und Kinder geeignet zu sein scheint. Kapitän Wirbelwind hatte auf eine Ritterburg gehofft – ein Glück hatten wir zuvor gelesen, dass man hier eine Art Schatzsuche auf eigene Faust durchführen kann – wie wunderbar! Wir kaufen am Schalter für die Führungen durch die Festung eine Schatzkarte und müssen nun 7 Schatztruhen finden und die dort enthaltenen Rätsel lösen. Wir sammeln damit Zahlen, Buchstaben und Wörter, die am Ende zu einem Code für eine Schatztruhe zusammengesetzt werden müssen. Wir haben viel Spaß – und können die Schatztruhe tatsächlich öffnen. Dort drin enthalten ist ein Säckchen mit 3 „Goldtalern“, wovon zwei gegen ein Eis an dem Ticketkiosk eigelöst werden können. Ein perfekter Abschluss!
Am Abend haben wir 17.000 Schritte auf der „Uhr“… und qualmen ordentlich die Socken!
Dieses Häuschen kann als Sauna gemietet werden – 3 h kosten 1300 SEK. (Stand 11.Juli ca. 116 EUR, es passen aber auch einige Leute rein)Hängematten und ein Bücherschrank mit schwedischen Kinderbüchern, dank Google Translate kein Problem, Paul liest mehrere Bücher vor =)Eingang zur FestungEingang zum Museum, wo wir dann nicht reingehenDie SchatzkarteAuch in einer düsteren Kammer musste ein Rätsel gelöst werden!
Wetter: Sehr windig bis stürmisch, teilweise sonnig, ca. 19 Grad
Heute sind wir mittags noch mal auf dem Spielplatz und nach der Mittagspause fahren wir (naja, eigentlich Kapitän Wirbelwind) mit dem Kinderfahrrad zur Klosterkirche Vadstena. Diese hatten wir bereits beim Ansteuern von Fasten am gestrigen Tage gesehen und für besuchenswert eingeschätzt.
Die Klosterkirche gefällt uns sehr gut, sie ist beeindruckend. Hier fällt uns nun endlich auf, dass es scheinbar zum Konzept der schwedischen Kirche gehört, stets eine Kinderecke mit Büchern, Maltisch o.Ä. zu haben – egal wie klein die Kirche ist. Hier gibt es neben beidem Genannten auch zwei große Körbe mit Kuscheltieren. Ich kann mir vorstellen, dass die Kirche so zu einem Ort auch für Kinder wird. Wieso wohl die deutsche Kirche solch ein Angebot nicht macht? So richtig können wir es uns nicht vorstellen, dass die Spielsachen wirklich dauerhaft an Ort und Stellen verbleiben würden, gleichzeitig ist die deutsche Gesellschaft keine besondere kinderfreundliche, in unseren Augen.
Als wir eine wunderschöne Klaviermelodie hören, suchen wir den Pianisten und setzen uns auf eine Bank in seiner Nähe, um der Musik zu lauschen. Es stellt sich heraus, dass es sich um den Pfarrer handelt, der heute für deinen Musiker einspringt. Es handelt sich um einen sehr netten deutschen Pfarrer, der mit dieser wunderschönen Musik gespielt die Zeit bis zu seinem Gottesdienst um 18:00 Uhr überbrückt – diesen würde er im Sommer jeden Abend um 18:00 Uhr abhalten. Er erzählt uns, als wir endlich gegenseitig verstanden haben, dass wir alle Deutsche sind, dass er vor 30 Jahren nach Schweden ausgewandert und sehr glücklich hier in Schweden und dieser schönen Stadt sei; die Winter seien aber schon lang und dunkel. Man sieht wenig Menschen auf den Straßen im Winter, die Menschen sind viel in ihren Häusern. Im Sommer lebt alles auf, und das Leben findet dann vor allem draußen statt.
Seit deute werden im Hof des Schlosses werden Stände und Buden aufgebaut; normalerweise kann man tagsüber den Weg zum Supermarkt durch den Schlossinnenhof abkürzen, so haben Kapitän Wirbelwind und Paul mitbekommen, wie weit die Vorbereitungen für das Ritterfest am Wochenende sind. Leider hatten wir nicht zuvor auf die Internetseite des Schlosses geschaut, sondern erst hier am Ankunftstag, und so gesehen, dass Samstag und Sonntag ein Ritterfest mit tollen Attraktionen und vielen Dingen zu sehen und zu kaufen, stattfinden würde. Mit unserem großen Ritterfan wollen wir versuchen, hier bis zum Wochenende zu bleiben und dieses zu besuchen. Das Wetter sieht zwar nicht so toll aus, aber wir hoffen auf das Beste. Schon in Kalmar waren Paul und ich ein bisschen traurig, dass die dortigen Ritterspiele für Kinder erst in der Hochsaison Anfang Juli starten sollten und wir daher leider nicht dort sein würden. Nun haben wir eine neue Chance hier in Vadstena!
Wir legen gegen 8 Uhr in Motala ab, heute sollen 27 Grad werden. Wir wollen an einen nahe gelegenen Strand ankern und mit dem Beiboot rüberfahren zum Baden und Buddeln. Am Morgen ist es jedoch noch sehr trüb, und so ändern wir den Plan spontan und fahren direkt nach Vadstena, wo wir gegen 10 Uhr ankommen.
Der Hafen ist sehr gut aus allen Windrichtungen geschützt und wir fahren bis ans Ende, denn hier gibt es eine Möglichkeit festzumachen, wie man sie wohl nur sehr selten findet: direkt im Schlossgraben vor dem Schloss Vadstena!
Heute wollen wir direkt die Schloss besichtigen, Kapitän Wirbelwind ist kaum zu halten. Es gefällt uns sehr gut und wir erfahren, dass hier am Wochenende (heute ist Mittwoch) zwei Tage Mittelalterfest stattfinden soll. Paul und ich überlegen am Abend gemeinsam, dass es zwar einen längeren Aufenthalt hier bedeutet (die Übernachtungen müssen hier wieder bezahlt werden, da der Hafen am Vätternsee, aber nicht mehr am Kanal liegt und daher nicht inkludiert ist), aber es für unseren Großen sicherlich das Größte sein wird.
Am Nachmittag gehen wir etwas in die sehr nah gelegene „City“ und entdecken den schönen Ritterburgspielplatz (wie passend!) und Paul und Kapitän Wirbelwind gehen bei gut 27 Grad Sommerwetter noch an der kleinen Badestelle gegenüber von unserem Schiff baden, während der Mini Matrose und ich eine Krabbelsession auf der Liegewiese machen.
Ein schöner Tag in einer schönen Stadt!
Schloss VadstenaIn der Waffenkammer des SchlossesKanonengangJa, das war dann das Highlight 😉SchlosskücheDiese „Karre“ hat so viel „Wumms“, dass beim Aufdrehen der, nennen wir es Musik, die Wände im Schiff vibrieren !Eigentlich der Beifahrersitz !
Um 07:30 geht es heute los – es soll heiß werden. Paul legt alleine ab. Es ist nahezu windstill, und Paul hält kurz nach 08:00 auf dem Boren-See an. Es wird angebadet – das Wasser ist sehr kalt, aber „perfekt erfrischend“.
Um 09:00 wollen wir an der Schleusentreppe mit fünf Schleusen in Borenshult sein. Da zeigt das Thermometer schon 21 °C, angekündigt sind für heute bis zu 26 °C. Paul lässt die Drohne direkt vom See aus starten und fliegt damit schon einmal zur Schleuse voraus.
Die Schleusung klappt reibungslos und dauert für alle 5 Schleusen eine Stunde. Heute hat ein netter älterer Schleusenwärter Dienst, wir denken er ist sicherlich Rentner, der den Sommer über als Schleusenwärter arbeitet. Tolle Aufgabe, wie wir finden! Er sticht unter den zu einem sehr großen Teil sehr jungen Schleusenwärtern/ -wärterinnen definitiv heraus, die meisten machen diesen Job sicherlich als Studentenferienjob. Er ist sehr zuvorkommend und kümmert sich stets um unsere Achterleine (festmachen und lösen, tragen zur nächsten Schleuse).
Wir sind bereits um 11:00 Uhr in Motala. Hier sitzt auch die Kanalgesellschaft. Paul hatte dorthin eine neue Heizung und einen neuen Propeller für das Beiboot bestellt. Zusammen mit Kapitän Wirbelwind holt er die Pakete ab.
In 5 min Laufnähe befindet sich in einem schönem Park mit tollen Springbrunnen ein ganz toller Spielplatz, der super viel bietet, sogar einen Wasserspielplatz. Ich gehe mit beiden Kindern hin bei 25 Grad und den ganzen Tag Sonne; nach der Mittagsruhe gehen wir nochmal hin und nehmen Paul mit, nachdem wir uns ein Eis gegönnt haben. Heute ist ein echter warmer Sommertag!
Paul verbringt leider einen zwar erfolgreichen aber nicht so schönen Tag ab dem Zeitpunkt, wo er die Pakete an Bord an. Er hat sich vorgenommen, die Heizung direkt zu tauschen und dafür muss die alte aus- und die neue eingebaut werden.