Tag 82 – Von Ebeltoft nach Ballen auf Samsø oder: Der sympathischste Hafenmeister wohnt auf Samsø! (08.08.)

Insgesamt haben wir 912,96 Seemeilen zurückgelegt.

Heute waren es:

  • Nur unter Segel: ca. 11,88 sm bei Ø 5,4 Knoten
  • Nur unter Motor: ca. 3,12 sm bei Ø 3,1 Knoten
  • Unter Segel und Motor: ca. 13,63 sm bei Ø 6,16 Knoten

Zeit unterwegs: ca. 5,4 Stunden

Heute ist wieder Zeit zu stampfen. Eine gewisse Wellenhöhe kommt eine Zeitlang, nachdem wir die Abdeckung des Landhakens verlassen haben, von vorne auf uns zu. Der Mini Matrose und ich verbringen diese Zeit in der Waagerechten beim 1. von 3 Tagesschläfchen (also ich schlafe nicht jedes Mal mit, nur fürs Protokoll ;-), was für ein Timing! Die anderen beiden sind oben in der Plicht und hören die neuesten Abenteuer der „Drei ??? Kids!“. Das vorhergesagte örtliche kleine Gewitter taucht nicht auf, wie schon nach Sichtung aller Wettermodellen vermutet – und wir kommen gegen 15 Uhr auf Samsø an. Hier bemerken wir wieder, diesmal aber umso stärker: Wow, wieviele deutsche Flaggen hier im Hafen liegen!

Viele Plätze sind belegt, ein paar sind noch frei, an denen jedoch „online buchbar“ steht. Ich suche online einen aus, der uns auch im wahren Leben gefällt, und wir legen an. Da begrüßt uns der Hafenmeister mit den Worten, hier könnten wir leider nicht liegen bleiben, der Platz wurde durch ein 14 Meter Schiff reserviert, das System könne dies aber leider nicht anzeigen. So ein Mist, hier hätten wir längsseits liegen können und das ist wunderbar, wenn man mit Baby und Buggy unterwegs ist. Er ist aber super freundlich, bittet um Entschuldigung und macht uns einen anderen Platz schmackhaft, von dem aus man es auch nicht weit hat zu den Sanitäranlagen und den Restaurants/ Cafés. Wir sagen zu und schon düst er mit seinem Lastenrad zu dem Platz und erwartet uns dort, um mir vorn die Leinen abzunehmen – natürlich auch wieder mit einem Lächeln. Sehr sympathisch. Ich sage, wir bleiben auch nur eine Nacht, weil wir weiter müssen und er kann es kaum glauben, dass jemand nach nur einer Nacht schon weiterfahren möchte. Im Laufe des Spaziergangs zum Hafenautomaten sowie zur Erkundung des Städtchens verstehe ich auch, wieso. Für mich steht schnell fest, hierher möchte ich gern zurückkommen. Samsø bleibt auf unserer Liste. Am Abend sehen wir eine Pizzeria und wir haben natürlich mal wieder nicht vorkochen können während der Fahrt (das Essen wäre zeitweise wohl durch die Luft geflogen), also setzen wir uns und lernen die bekannten Samsø’er Kartoffeln auf einer Pizza kennen. Auch das gern beim nächsten Mal nochmal =)

Morgens um halb 9 in Ebeltoft: Während Mama noch nicht richtig wach ist (vielleicht sollte ich doch mal anfangen, Kaffee zu trinken???) … und Papa beim Supermarkt Brot oder Brötchen fürs Frühstück besorgt, flitzt der Kleinste schon über die Wiese und klettert der Größere über den Spielplatz
Wow, Fensterputzen in der 2. Etage von außen ohne Gerüst… Sogar mit Dampfaufsatz!
Derweil bei Paul im Supermarkt: „Kinder, seid brav und esst Obst, während eure Eltern einkaufen.“ Das ist ja mal nett!

Nochmal Pizza- aber wir sind auf Samsø und hier gibt es Kartoffelpizza, die wir vorher noch nirgendwo bekommen haben. Lecker!

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