Tag 68 – Durch die großen Schleusen in ein „Minikaff“

Insgesamt haben wir 807 Seemeilen zurückgelegt.

Heute waren es:

  • Nur unter Motor: ca. 10,32 sm bei Ø 3,44 Knoten

Zeit unterwegs: ca. 3 Stunden

Morgens gehen wir uns erstmal eine Schleusung mit Sportbooten anschauen, um zu entscheiden, ob wir auch hier an Steuerbordseite (rechts) rangehen können oder Fender und Leinen auf Backbord umlegen müssen. So kommen wir dann gegen 11 Uhr los, jedoch schließen die Tore direkt vor uns. Doch dann, denkt sich scheinbar der Schleusenwärter (oder -Wärterin?, hier sieht man leider niemanden mehr), da wäre noch Platz für uns und öffnet die Tore sogar für uns nochmal. Dies hatten wir bereits in der ersten Schleuse vor Trollhättan erlebt, sodass wir nicht zu zweit, sondern dann zu fünft geschleust sind. Leider dauerte es da sehr lange, bis alle weiteren Schiffe eingefahren und festgemacht hatten (inkl. Umentscheiden für die andere Wandseite…). Das ging bei uns zügiger, zum Glück waren wir ja auch vorbereitet.

Diese Schleusen empfanden wir als beeindruckend, die eine ist sogar 8 Meter hoch, also benötigt man über 16 Meter Leine, um herunterschleusen zu können, und die ganze Zeit das Schiff halten zu können. Man kann auch mit Bootshaken schleusen und immer wieder umgreifen, wir fanden die Idee mit der Leine jedoch besser.

Als wir ganz unten angekommen sind, machen wir unsere Mittagspause am Park der alten Schleusentreppen. Hier gibt es nur einen Platz, wo man festmachen darf, und dieser Platz ist zum Glück frei.

Nach der Pause sagt Kapitän Wirbelwind, ihm sei schlecht. Wir wissen erstmal nicht so Recht, ob er nicht einfach sehr müde sei, denn die letzten Tage waren ja sehr aufregend. Leider nein. Wir legen in Lilla Edet an, einem Minihafen an einem Minikaff, der keinerlei Infrastruktur bietet, nur einen entfernten Supermarkt. Er liegt direkt vor der letzten Schleuse, die wir am nächsten Tag passieren möchten, wenn wir nach Göteborg fahren. Als wir zu Abend essen (es gibt Bruschetta), muss er sich direkt übergeben.

Blödes Gefühl, hier ist ja auch nichts. Beide Kinder bekommen am Abend noch Fieber. Oh Mann, was soll das bloß werden!?!?!

Zwei Schleusen öffnen gleichzeitig – Schleusenöffnung mit Gegenverkehr!
Park unten bei den alten Schleusentreppen, kurze Mittagspause
Wasserkraftwerk in Lilla Edet

Ein Gedanke zu „Tag 68 – Durch die großen Schleusen in ein „Minikaff“

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