Tag 75 – Irgendwann muss es südwärts gehen… (01.08.)

Insgesamt haben wir 783 Seemeilen zurückgelegt.

Heute waren es:

  • Nur unter Motor: ca. 27,7 sm bei Ø 5,75 Knoten
  • Unter Segel und Motor: ca. 11,09 sm bei Ø 4,97 Knoten

Zeit unterwegs: ca. 7 Stunden

Heute soll es Richtung Dänemark gehen. Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht; wir hatten geplant, an der schwedischen Küste runterzufahren, in Falkenberg zu halten (hier hatte ich im Gymnasium eine Austauschswoche mit einer ganz lieben schwedischen Familie) und einige Tage in Kopenhagen zu genießen. Nach Kopenhagen hatten wir es vor den Kindern schon einige Male geplant, aber nie dorthin geschafft. So soll es wohl auch weiter bleiben.

Die zumeist vorherrschenden Westwinde bedeuten leider, dass auf der schwedischen Westseite die möglichen Wellen eine langen Anlauf haben, wenn der Wind aus Dänemark herüberweht, was er meist tut.

Wir fahren morgens los und tanken erstmal an der gegenüberliegnen Seite der Insel neuen Sprit.

Wir kommen ganz gut rüber und legen gegen halb 4 am Nachmittag auf Læsø an (gehört schon zu Dänemark, nördlich von Anholt). Die Fahrt war lang, dennoch werden wir beim Anlegen nochmal herausgefordert. Die seitlichen Liegeplätze sind nur für Schiffe über 14 Meter reserviert und wir sehen schnell, dass alle anderen Plätze nur mit Mooringseilen ausgestattet sind. Absolute Premiere für uns, die wir aber auch gern herausgezögert haben. Bei diesen Liegeplätzen sind Seile vom Steg (Bugseite) nach hinten zu einer Boje unter Wasser gespannt und die Aufgabe besteht darin, den Bug am Steg festzumachen (wie sonst auch) und dann mittels eines Bootshakens diese (naja, sie ist halt dauernd im Wasser, also), grüne, glipschig-Schleimige Leine zu schnappen und diese hinten am Schiff zu befestigen, um auch nach hinten fest zu sein. Es ist zwar wirklich etwas eklig, aber gelingt.

Von der Landschaft haben wir einen kurzen Schreck: Wir waren die letzten Wochen nur felsige (wunderschöne) Landschaften gewohnt, wenig Sand, keine Gräser, und nun stehen wir auf dieser Insel mit Sandstränden und vielen Strandgräsern. Die paar Kilometer machen einen so großen Unterschied in der Landschaft aus, eigentlich Wahnsinn.

Ich war als Kind viel in Dänemark im Urlaub und liebe die (häufigen sehr weitläufigen und leeren) Strände. Aber die schwedische Landschaft ist etwas Besonderes, welche wir in Deutschland nicht kennen und schon sehr in ihren Bann gezogen hat.

Badehäuschen am Wasser, Wohnhaus oben auf dem Fels. Ja, so kann man es sich gut gehen lassen!
Versteckenspielen =)
Ankunft auf Læsø
Erste Amtshandlung: Dänisches Softeis genießen

Ein Gedanke zu „Tag 75 – Irgendwann muss es südwärts gehen… (01.08.)

  1. Du brauchst Dich nicht wundern, dass in Dänemark an den Stränden keine Steine zu finden sind: Du hast sie ja als Kind in unseren Urlauben immer eingesammelt und mitgenommen! ;-)))

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