Tag 71 – Wo bitte geht’s hier zu den Elchen?! oder: Wie Paul einer Möwe das Leben rettete =)

Heute Vormittag hat Paul einen Termin auf Arbeit per Videocall und damit gehe ich mit den beiden Kindern rüber in das Einkaufszentrum. Ich möchte mir jetzt mal selbst ein Bild von Lidl machen.

Danach treffen wir Paul auf dem Boot und wir müssen einmal umlegen, weil unser Platz bereits gebucht wurde. Immerhin kann uns der Hafenmeister helfen (er legt dafür zwei kleine Plätze zusammen), und diesmal zahlen wir für die Nacht nur 400 SEK. Hier im Göteborger Hafen Lilla Bommen (vielleicht ist es auch in anderen Häfen hier in der Stadt so), der sich am bekannten Lipstick Gebäude befindet (das Hochhaus mit den roten oberen Etagen, welches aussieht wie ein Lippenstift), gibt es eine Besonderheit, die wir noch nie hatten auf unserer Reise, nicht mal in Stockholm: Viele Segler, die hierherkommen, waren schonmal hier oder haben davon gehört, dass es besser sei, einen Liegeplatz im Voraus zu reservieren. In diesem Hafen können tatsächlich alle Liegeplätze im Voraus reserviert und bezahlt werden. In den meisten Häfen, in denen wir bislang waren, gab es vielleicht 5-10 Plätze, die über Dockspot.com vorab gebucht werden konnten. Nach unseren zwei ersten Nächten hier, können wir keine 3. Nacht buchen – und auch alle anderen Liegeplätze sind weg. Ein Glück ist der Hafenmeister aber flexibel und hilft uns weiter. Das Kuriose ist, dass zu 12 Uhr also viele Schiffe ablegen, dafür andere in den Hafen einfahren und andere Schiffe, die noch bleiben wollen, zu anderen Plätzen umlegen wollen – das Schiffstetris beginnt (12 Uhr ist hier die späteste Uhrzeit zum Verlassen des Liegeplatzes).

Als wir an unserem neuen Platz liegen, machen wir uns auf und fahren mit der Straßenbahn zur Markthalle, auf Schwedisch „Saluhall“. Ich hatte gelesen, dass es hier einen Stand geben soll, der gute Köttbullar und andere schwedische Hausmannskost verkauft und so essen wir hier zu Mittag. Tatsächlich können wir daher auch etwas günstiger essen als in richtigen Restaurants, aber an die Qualität der Kalmarer Studenten-„Kantine“ kommt der Stand leider nicht ganz ran.

Im Anschluss machen wir uns auf den Weg zu dem großen Slottsskogen-Park: Da es zum Laufen zu weit ist, nehmen wir die Straßenbahn, auch hier hält man zwar die Kreditkarte oder das Handy an den Entwerter, muss aber zum Aussteigen nicht wieder ranhalten, sondern die Zeit für das normale Ticket läuft einfach los.

Der Park ist riesig, er hat einige Tiergehege (sogar Elche!), einen Streichelzoo und den vielleicht größten Spielplatz in Schweden. Es gefällt uns unheimlich gut hier, leider sehen wir keine Elche. Sie gehen wohl ihre eigenen Wege außerhalb von Fütterungszeiten. Allein der Spielplatz wäre der Weg hierher wert.

Welch schönes Kompliment! =)
Endlich mal wieder das schwedische Nationalgericht genossen =)
Bäcker in der Saluhall (Markthalle)
Die Markthalle muss auch im Obergeschoss erkundet werden =)
Diese Möwe rechts hatte einen pinken Flummi gefunden und hatte sich in den Kopf gesetzt, dass dieser irgendwie lecker aussehen würde. Bevor sie ihn schlucken konnte, rannte Paul hinter ihr her und sie ließ ihn voll Schreck fallen.
Der krasseste und größte Spielplatz, den wir je gesehen haben: Der Plikta im Slottsskogen-Park (aufgrund der Fülle konnten keine weiteren Fotos gemacht werden)
Im Streichelzoo

Ein Gedanke zu „Tag 71 – Wo bitte geht’s hier zu den Elchen?! oder: Wie Paul einer Möwe das Leben rettete =)

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