Insgesamt haben wir 797 Seemeilen zurückgelegt.
Heute waren es:
- Nur unter Motor: ca. 1,46 sm bei Ø 2,47 Knoten
Zeit unterwegs: ca. 0,59 Stunden
Morgens geht es los Richtung Schleusentreppe. Dort machen wir fest und packen unsere Sachen – es gibt im Ort nämlich zwei spannende Museen: das Saab-Museum und ein innovatives Science Center. Da Kapitän Wirbelwind seit Stockholm immer mal wieder gefragt hat, wann wir endlich wieder ins (Stockholmer) Technikmuseum gehen, entscheiden wir uns für das Science Center. Das klingt vielversprechend – und wir wollen es erkunden!
Auf dem Weg dorthin entdecken wir einen alten Kran. Beim Blick auf das Schild daneben stellen wir fest: Der wurde früher genutzt, um Lokomotiven auf Schiffe zu verladen oder davon herunterzuheben – beeindruckend! Passend dazu steht vor dem Science Center auch eine alte Lokomotive. Ich klettere mit Kapitän Wirbelwind auf den Tender, und wir inspizieren alles ganz genau.
Das Science Center entpuppt sich als echter Volltreffer. Ich gehe mit Kapitän Wirbelwind in einen LEGO-Kurs, bei dem wir ein „Müllmonster“ bauen und sogar programmieren. Ein Riesenspaß – und richtig gut gemacht! Julia ist währenddessen mit dem Mini-Matrosen im Bereich für die ganz Kleinen unterwegs (For the „Junior Engineers“ ;-). Auch der ist liebevoll gestaltet. Insgesamt ein wirklich tolles Museum!
Mittags essen wir im angeschlossenen Restaurant und gehen danach noch einmal zurück ins Science Center – es gibt einfach so viel zu entdecken. Wir hatten ein Kombiticket mit dem Saab-Museum gekauft, also schauen wir dort auch noch vorbei. Leider überzeugt uns das Saab-Museum nicht besonders – der Funke springt nicht so richtig über.
Am Nachmittag schauen wir uns die Schleusentreppen von Trollhättan an – ein echtes Highlight! Insgesamt gibt es hier drei Generationen von Schleusenanlagen, die jeweils gebaut wurden, um den wachsenden Anforderungen der Schifffahrt gerecht zu werden.
Die erste Treppe stammt von 1800 und bestand aus acht Kammern – ein gewaltiges Projekt für die damalige Zeit. Doch schon wenige Jahrzehnte später waren die Schleusen zu klein für die neuen Schiffstypen, und so wurde 1844 eine zweite Anlage mit größeren Kammern gebaut. Als Anfang des 20. Jahrhunderts der Schiffsverkehr weiter zunahm, entstand schließlich die heutige Schleusentreppe, die 1916 in Betrieb ging. Sie ist für Schiffe bis ca. 88 Meter Länge ausgelegt und wird bis heute genutzt.
Aber auch diese Schleusen stoßen inzwischen an ihre Grenzen: Größere Frachter und die Anforderungen an moderne Logistik machen eine neue Anlage notwendig. Und so ist bereits die vierte Generation in Planung – mit Schleusen von 125 Metern Länge und 18 Metern Breite. Ab 2027 soll gebaut werden, und ab 2030 könnten die neuen Kammern in Betrieb gehen. Ein spannender Einblick in 200 Jahre Schleusengeschichte!
Ich laufe mit Kapitän Wirbelwind bis zum Unterwasser. Ein tolles Erlebnis – so nah an der Technik und Geschichte dran zu sein. Die vielen Höhenmeter machen uns nur etwas zu schaffen bei 25 Grad C.
Abends zeigt das AIS, dass ein Frachter die Schleusentreppe hochkommt. Ich mache mich frühzeitig auf den Weg zur Schleuse – und es wird ein echtes Schauspiel. Auch wenn die Umweltbelastung solcher Transporte sicher kritisch zu sehen ist, ist es trotzdem faszinierend, so ein großes Schiff durch die engen Kammern manövrieren zu sehen.





Ein Kran für Lokomotiven!














Im Saab-Museum:






















